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Kaiser Otto der Große
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Berengar gegen Hugo.

stützung versagke?) so Hütte derselbe doch keinenfalls wider seinenWillen einen solchen Zug wagen dürfen. Eine ungewöhnliche Rich-tung durch den Vintschgau schlug er ein, weil die über die rätischenund penninischen Alpen führenden besuchteren Pässe von den Sara-cenen in Hugos Dienste behütet wurden und gelangte so hinüber in dassüdliche Thal der Etsch. Die feste Burg Formigara (oberhalb Botzen),deren Obhut der Bischof Manasse einem seiner Geistlichen Adalhardanvertrant hatte, hemmte zuerst sein Vordringen und widerstrebterascher Bestürmung. 2) Da versprach Berengar Adalhard das Bis-thum Como, Manasse das Erzbisthnm Mailand (d. h. die Nachfolgein demselben) eidlich, wenn ihm die Feste überliefert werde. Manasselies; sich trotz seiner nahen Verwandtschaft mit Hugo durch diesenKöder fangen ^) und ward sein Verbündeter. Ueberall griff der Ab-fall um sich. Der mächtige Graf Milo von Verona, von fränkischerAbkunft, und am Hofe Berengars I. emporgekommen, der sich schon ein-mal treulos an Herzog Arnolf von Baiern angeschlossen/) gieng,obgleich von Hugo überwacht, zu seinem Feinde über und nahm ihnin dem festen Verona ans, wobei mancherlei Unbilden, die er vonjenem erfahren, ihm zur Entschuldigung dienten. Bischof Wido vonModena, durch die Hoffnung ans die reiche Abtei Nonantola getrieben,folgte nach, wiewohl er keinen besonderen Grund zur Unzufriedenheithatte, und verlockte durch sein Beispiel viele zum Anschlusses)

Gegen Wido wandte sich Hugo zunächst und belagerte seine BurgVignola am Panaro, ohne damit etwas ausznrichten, denn inzwischenlud der von ihm schwer verletzte, ja mit dem Tode bedrohte Erzbischof

-Int., V e. 26: paueis seeum eomitnntibus, nachdem er vorher (e. 18)erwähnt, daß Otto ihm keine Unterstützung gewährte, dagegen Hrotsvit (OestaOckckonii- v. 6u2605): Venit et in montsin, prasckiotum cksniqus rsgom,tqui quonckam patriis tnsrat ckozmisus ab nrvio, ff eins et auxilio sitiusmissrunts reckuotus, H ingratum torc nuno ckoni« tantas pnstatis, doch sinddiese Ausdrücke ziemlich unbestimmt.

2 ) Das heutige Schloß Sigmundskron an der Etsch oberhalb Botzen, s.Ooäsx VVangmuuo eck. Kink zWien 1852) p. 35 n. 1. Der Ort hieß späterFormigar, Formianum, Fnrmiannm, Firmian. bis der Name in der zweitenHälfte des 15. Jahrh. durch jenen neueren verdrängt wurde.

") Manasses Abfall bezeugt auch Ratherins in dem Schreiben an den PapstJohann XII ;opp. eckck. Ilaklsrini p. 510): eomprvlisnckit ms Ilorengariusinstinetu iVIanassis sanetissimi nrelnepioeopi, nt qni iurs loenm olikinent-ämdrosii. I'rivus iterum st semis msnsidus sud eustockia rotontus inckequssmissus Vorouamqus porckuotus st a älilono ckolo rsesptns, nt veil, äla-NN88SM expslksret, ns imsnilentia ckustus iuvnrst, quem pkurimum, ntIsrtur, noeuerat avuneulnm regem (so. Ilugonein).

^) -Int, V s. 27: Llilo z-ruspotens Vsronensium oomos, vgl. über ihnII e. 73, III s. 42. 48. 50. 51 und Urk. ans den I. 929 und 955, nach denener Isgs 8nliea lebte (Lianeolini 1-si vsseovi cki ä'sronn 120; UgboUi Itniiasaera V, 737).

5) S. Waitz Jahrb. Heinrichs S. !71.

°> Erst 962 schenkte Otto dein Bischöfe Wido die Abtei Nonantola (lluru-tori -änt. Ital. VI, 31t; 8t. 317). 951 crbielt er von Berengar eine andre

Gewährung (Mradosolii Nsmoris iälocksnssi I, 121) und wurde 952Erzkanzler.