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Kaiser Otto der Große
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Waffenstillstand in Westfranken 942.

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Herzog von Lothringen fühlte sich in seiner Stellung so gesichert, daßer sogar in sehr wirksamer Weise in die westfränkischen Händel ein-greifen konnte. In dem westlichen Nachbarreiche hatte sich im I. 942Papst Stephan IX (939942) *) des schwer gefährdeten Königthumsangenommen und die Fürsten unter Androhung der Excommunicationzu wiederholten Malen zum Gehorsame gegen ihren König aufgefor-dert, wie einst in ähnlicher Weise Johann X für den deutschen KönigKonrad gegen die Herzoge aufgetreten war. Nur der fromme Nor-mannenherzog Wilhelm, der seinen Herrn in Rouen königlich be-wirthete, Wilhelm von Poitou und die Häuptlinge der Bretagnegaben dieser Mahnung Gehör und schlossen sich dem Könige an?)Ludwig zog mit diesem seinem Anhänge an die Oise, ihm gegenüberlagerten Hugo und Heribert, unterstützt von dem Lothringerherzog?)nachdem sie die Brücken und Schiffe zum Uebergange zerstört hatten.Man einigte sich statt des Kampfes über einen Waffenstillstand von MitteSeptember bis Mitte November unter gegenseitiger Stellung von Geiseln.Beide Parteien aber wandten sich durch Vermittelung des HerzogsOtto an den deutschen König, sandten auch ihm zu seiner persönlichenSicherheit Geiseln und übertrugen ihm, dem Schwager Ludwigs wieHugos, die Schlichtung ihres Streites. Eine schwere Hungersnot!)und ein gewaltiges Viehsterben durch ganz Frankreich und Burgund,welches man auf die Erscheinung eines Eometen zurückführte?) scheintdiese friedlichen Absichten verstärkt zu haben.

Wahrscheinlich bald nach dem oben erwähnten Besuche Jülichsam 22. October, wenn es nicht etwa schon vorher geschah, traf Ottomit Ludwig verabredeter Maßen zu Vouziers an der Aisne auf west-

Oatulog. pont. Ilomunor. (lVatteriob Vitus l, 34), vgl. ckutke lieg,pontiüe. p. 31V. Ganz werthlos ist die Nachricht des Martin von Troppau(88. XXI l, 431), der diesen Papst zn einem Deutschen macht.

-) Die Nachrichten Flodoards bestätigt eine Urkunde Ludwigs vom 5. Jan.942 (Louizust liseusik IX, 595), in der Omillslmus eoniss st inureliio stträte,- eins Ldolus utqus liotgurius eoniss als Fürbittcr für das Klosterdes h. Hilarius zu Poitiers austreteu. Von dem Normanncnherzogc Wilhelmheißt es in der Todtenklage (Libi. äs l'seols äss «Martes XXXI, 394), (Ilieuuäits) oliin rsgsin Ileluclovieum sibi keeit ssniorsw rsgnutnrum, nt eumso supsrurst I,osten, suuin regnurst^us.

2) Itloäoarcki nun. 942: vun, Otbons clues D/otliurisnsium und weiter-hin: qui stium rsx tam ipss c>uum ^Viklslmus seä st Hugo rnittuut ob-sickes Otdoui rsgi per Otüonsin elueen,.

Außer durch Flodoard auch erwähnt bei Widukind II e. 32 (vom 18.Oct. bis 1. Nov.), 2l.n. Diodieus. 913 (8. Lonikueii): 8teII,-r eometss uppu-ruit, tumss sudsseutu est, Ooutin. lisgiu. 942, ^nii. 8. (juiiitini Vsro-inunck. 942: Vames-, Hsrimunn. Mug. 942, Xssrol. 8eou. z. I. 941, 2^1,u.8angull. nuri. 941 (88. I, 78), Oorbeiens. 941, Liusictl. 942. Bon einerinunckutlo nimiu sprechen außer Widukind auch die 2lnn. Lordsiens. 942. Nachdem Lliron. 8. stluxsntii 942 (IIouc)ust liseusik IX, 8) war der Comet imOctober 22 Tage im Osten sichtbar. lussqusnti anno sudssoutu sst pestisdouni ingens per totun, Kerrnaniuni, Vrunsism, LurgunUiurn, Itukiain,<)us.s ctiu non tenuit; Hist. Itrunoor. 8suo. (88. IX, 3V6): in ipso annovskicku tastu est niugnu tunrss psr totun, rsgnum I'raneorum, ita ut n,o-elius trumsnti vsnumäurstur 24 solickis.