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Kaiser Otto der Große
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Schenkungen Ottos. Brnn am Hofe.

Konrad Kurzbold seine Stiftung zu Limburg an der Lahn/) zu Jülicham 22. October schenkte er auf Bitten Konrads des Rothen demBischof Richgowo von Worms 8 Königshufen und 20 Leibeigene?)Neben diesen beiden erlangte auch der dem Könige nicht minder er-gebene Herzog Berthold für den bairischen Grafen Cadelac zu Saal-feld die Schenkung eines Sklaven?) Zum ersten Male tritt Ottosjugendlicher Bruder Brun, noch Diaconus, am 22. Juni als Fürbitterfür das Kloster Corvei auf?) Seit dem vorhergehenden Jahre vonUtrecht an den Hof gezogen, setzte er hier in dem geräuschvollen Trei-ben des Palastes wie im Hoflager seine Studien mit gleichem Ernstefort, jeden freien Augenblick nutzend und stets von einigen Büchern,zumal seinen geliebten Alten, begleitet. Er erwarb sich sogar einigeKenntnis der griechischen Sprache und in der Mitte der gelehrtestenMänner, die am Hofe zu verkehren pflegten, nahm der Jüngling alsGenosse ihrer Erörterungen mit Ehren seinen Platz ein. Nicht min-der aber war er bekannt als Helfer und Tröster aller Nothleidendenund Bedrängten, die ihn täglich mit ihren Gesuchen um Fürsprachebestürmten. Gänzlich unbekannt bleibt uns der Zweck eines Kirchen-tages, den 22 deutsche Bischöfe in diesem oder dem nächsten Jahrezu Bonn abhiclten?)

Das ewig gährende Lothringen wurde durch den Herzog Ottoin Ruhe erhalten, nachdem Graf Jmmo sich Arnolds und Ansfrids,der letzten Friedensstörer, wir wissen nicht genau um welche Zeit,mit List bemächtigt und beide dem Könige ausgeliefert hatte?) Daßdieser sie nach kurzer Haft in Freiheit setzte und in Gnaden entließ,zeugt von seinem Zutrauen in die Befestigung der Verhältnisse. Der

0 Beyer Mittelrhein. Urkb. I, 239 (8t. 104): üiloetus oomos nosterOnonraäus postuians eto. vgl. oben S. 101 A. 3.

2) 8ebannat Hist. IVormat. voll, probat, p. 18 (8t. 107): psr intor-vsntum äilooti oomitis Ononraäi . . üo bsnoüoio oinsüom Ononr. oom. . .in pago dlabgcnvs in torasto nostro IVasago nuneuxato in oomitatn prao-clioti Ouonracti.

2) 8tnmpl T^eta irnp. p. 5 (8t. 106): per intorvsntuin clilseti cknoisnostri Ootel,toicii et kliltibalcki eoinitis ouiclam äilooto eomiti nostro Oa-äslabo noininato. Beide traten 13. Juli 940 auch vereint als Fürbitter auf(s. oben S. 104 A. 5).

0 Orbarä. liegest--, bist. IVsstt. 1, 44 (8t. 105): preoatui tratrisnostri Lrnn äiaeoni obtsrnperantss . . in elen-osina siuscksin gsrmanitratris nostri. Vgl. über Bruno oben S. 15, linotgori V. llrnnonise. 59.

s) Oontin. liegin. 942: Donna eastello prasolara s^noäus a viginticluobns exiseopis babstur, dieselbe ohne Zweifel, über welche die Ableitungender Hcrsselder Ann. z. I. 943 berichten: 8inoi1us Lnnnam oongrogata sst(88. lll, 56. 57), von Hefcle in der Conciliengesch. übersehen.

°) Wiänbinä. Il o. 28 zmn I. 940, aber mit der Entschuldigung: Oumergo eausas oausis et res rebus ita eopnlatas sint, nt ssntentisrnm or-äins cüseerni ackso non cksbsant, nein» me tempornin vieissituckins ao-eusst, clnm postsriora antsrioribns praeposnerim gesta. Wenn dieserAnsfrid der Vater des späteren gleichnamigen Grafen wäre, so müßte er diekönigliche Huld sehr vollständig wieder erlangt haben, da derselbe angeblich über15 Grafschaften gesetzt war (s. Unstmari Okron. III o. 22).