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Kaiser Otto der Große
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Thronbesteigung Ludwigs IV. 936.

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giva) war mit ihm nach der Entthronung ihres Gemahls zu ihremBruder Aethelstan nach England geflüchtet, von wo jetzt die frän-kischen Gesandten unter eidlichen Bürgschaften den rechtmäßigen Thron-erben, einen schönen Jüngling von 15 Jahren, nach Boulogne zurück-führten?) Hier empfieng er die Huldigung, zu Laon am 19. Junidurch Erzbischof Artold von Reims die Krönung und Salbung?)Während in Deutschland durch die innerhalb eines Geschlechtes wieder-holte Wahl ein erbliches Anrecht desselben sich zu bilden anfieng, kehrtein Frankreich das erbberechtigte Haus der Karolinger ebenfalls durchWahl auf den angestammten Thron zurück. Dort handelte man mehrmit politischem Bewußtsein, hier mehr aus politischer Rathlosigkeit.Herzog Hugos Macht aber erhob sich gefährlicher denn je, seit erüber einen Thron verfügt hatte; er nannte sich von Gottes GnadenHerzog der Franken und in den Urkunden seines Schützlings heißter der zweite nach ihm in allen seinen Reichen?)

Mochten die westfränkischen Großen das Königthum als Symbolund Quelle alles Rechtes auch noch nicht ganz entbehren, so wolltensie doch nur ein durchaus ohnmächtiges ertragen, um ungehindert vondemselben ihre Macht theils auf gegenseitige Unkosten, theils durchErwerbung kirchlicher Lehen zu erweitern. Als Häupter der großenVassallen standen sich Hugo von Francien und Heribert von Verman-dois schon seit längerer Zeit, zumal wegen des Abfalls und der Auf-nahme kleinerer Vassallen, feindlich gegenüber. Während jener mitseinem Oheim, dem König Rudolf, sich verband, hatte dieser an Her-zog Giselbert von Lothringen und sodann an König Heinrich einenRückhalt gesucht. Die Herstellung Ludwigs auf den Thron seinerVäter, ein Gegenzug Hugos gegen Heribert und vielleicht auch gegendas durch Roberts Bruder Hugo vertretene burgundische Haus, solltejenem nicht die gehofften Früchte tragen. Denn bald strebte derjunge König, entschlossener als seine Vorgänger, indem er die könig-

Großen. Gerade umgekehrt läßt er in den äloäsrnoruin reAurn Vraneor. aotuse. 4 (eb. 382) von Aethelstan durch Gesandte die Herstellung seines Neffenfordern.

9 IVitKsri LlensnIoAia ^rnuiü (88. IX, 303): ex gus. (so. Otgiva) ;Aenuit tiiiuin eii^anti torma Iluäovieum nomine. Nach Richer (II v. 4) Iwar er 936 guinciennis, also etwa 921 geboren, wenn er aber nach demselben 'slll e. 103) im 36. Lebensjahre (9541 gestorben sein soll, müßte er schon 918geboren sein, doch ist nur die erstere Angabe richtig nach dem Zeugnis der Grab-schrift .Mavillon banales III, 520): Üurn sii>i tsr äsnos et trss liorerst inannos. Wann Karl Ethgiva heiratete, ist nicht bekannt; seine erste GemahlinFrederuna starb 4. Febr. 917, s. dierUrk. Karls bei llouguet reeusil IX, 530.534. 537 u. s. w.

2) ^.nn. 8. Lolumbas 8snon., Illoeioarlii 936, Volguini Obsrtuiar. 8i-tkisnss o. 72 x. 138 sä. Kasrarck. Von Laon sagt Richer (III o. 2): ndi exantiquo re^ia esse sscles äinosoitur.

Hugo nennt sich in Urk. von 937 und 939 (Hongnet IX, 720. 722)eisinentig. omnipotsntis <Zsi I?raneornm änx, und bei Ludwig heißt er ur-kundlich satis kicislis »oster Hugo änx, äileetns st earissiinus nostsr Iluguoexirnius eluxgns Vraneorum SAregins und derselbe verfährt eonsilio llugonis;ckileetissiwi nostri st I ranoornva ciueis, gui sst in ornnibns rsZnis nostrisssvunckus a nobis (eb. 584. 585; (jnantin, Lsrtulairs cis i'Vonns I, 139).