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Ottos Krönnngsfeier.
vorlegte, ob er den Glauben und die Gesetze des Reichs halten wolleu. s. w. Ebenso wenig kennt er eine andere Salbung, als die desHauptes oder wiederholte Niederwerfung vor dem Altäre. Jene Ge-lübde sind so wichtiger Art, daß Widukind sie schwerlich übergehenkonnte, wenn er überhaupt auf eine solche Schilderung eingieng. Nochscheint es als selbstverständliche Voraussetzung zu gelten, der Königkönne sich nicht trennen von dem Rechte des Volkes, auf das er zudieser Stelle emporgehoben sei, und der bindenden Verpflichtungwurden Worte geliehen nur in der Form der Ermahnung, die derErzbischof an das Zeichen der Herrschaft knüpfte. Es war eine drei-fache: Volk und Christenheit mit dem Schwerte zu schirmen, denGlauben zu wahren, in Strenge wie in Milde das Herrscheramt zuüben. Jene Mahnungen schlossen Alles in sich, was zu sagen war:Kriegsmacht, Glaube, Gerechtigkeit, oder Volk, Kirche, Recht; es sinddie drei Grundpfeiler, auf denen, wie einst der germanische, so jetztder deutsche Staat ruht.
In der Pfalz endlich folgt das Königsmahl. In der äußerengrößeren Festhalle erhebt sich der marmorne Tisch, an dem der Herr-scher auf einer Erhöhung vor den Augen alles Volkes sich nieder-setzt?) Tiefer umher haben die Bischöfe und andere Große ihrenbestimmten Platz erhalten. Mit festlicher Pracht ist alles hergestellt,das Volk, könnte man sagen, bewirthete seinen König, die Herzogeaber thaten den Dienst; Giselbert von Lothringen, in dessen GebietAchen lag, hatte die gesamte Leitung übernommen. Die Obhutder Tafel hatte der Franke Eberhard, den Schenken stand Hermannvon Schwaben vor, für die Lagerung des Volkes hatte der Baier Ar-nulf Sorge getragen. Auch hier waren wohl Erinnerungen an Karlden Großen entscheidend. Wie dem kirchlichen Akte ein erster politisch-staatsrechtlicher vorangegangen war, bei dem die Herzoge die Haupt-rolle gespielt hatten, so folgte jetzt ein zweiter, ein politisch-höfischer,bei dem sie nicht minder in erster Reihe standen. Den drei Erz-bischöfen traten die vier Herzoge mit ihren Stämmen in einer ge-wissen entsprechenden Ordnung gegenüber, es sind die vier Erzämterdes Reichs. Hat sich auch später ihre Geschichte verdunkelt, so wirdman doch ihre Bedeutung für die folgenden Jahrhunderte auf dieKrönung zu Achen zurückführen dürfen.
Es fragt sich, welcher Art ihre Dhätigkeit gewesen sei. DieMinistration ist sonst Verpflegung, Leistung, Lieferung?) so gewis
Ueber die Festhallen der Psalf s. Bock ä. a. O- S. 86.st Bon späteren Krönungen ist die Beschreibung entlehnt, die Eberhard äskunäutious sook. Oanäersb. gibt sl,sibn. 88. III, 165). Der PresbyterEberhard, der seine niederdeutsche Paraphrase einer älteren lateinischen Chronik1216 vollendete, wiederholt in den allgemeinsten Grundzügen das Bild, welchesWidukind gibt, mit Hinzufügung einiger Züge, die der späterst- Zeit angehören.Llistor. Oanäsrskemsosis e. 62 S. 165 sagt er:
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