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Kaiser Otto der Große
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Die Königskrönung und die Kirche.

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durchgeführt wurde, auch uoch andere Ansichten mitgewirkt haben.Jene Zeit schrieb ihr einen mystischen Einfluß auf das Herrscher-geschlecht zu und dessen Erhaltung, damit Gott ihm Nachkommen er-wecke, die die Kirche und das Reich schirmen. *)

So war die Königsweihe ein anszeichnendes Eigenthum undKronzeichen des Geschlechts, und ruhte die Herrschaft auch auf derWahl, so schien doch der einmal Gewählte dadurch über die Macht-kreise seiner Wähler hinausgehoben zu werden. Darin lag eine Ver-stärkung des dynastischen Elements, zumal wenn sie sich an dieDesignatwn des Vaters anschloß.

Gewährte die Kirche durch ihren Segen eine große Hilfe, so wares für sie kein geringes Zugeständnis, ihn gewähren zn können. Stetshatte sich bei diesem Akte ihre Macht am überwältigendsten entfaltet,wo der höchste Vertreter des Volks als demütig Empfangender vordem Verwalter der göttlichen Geheimnisse stand. Aber eben darumsetzte Karl der Große seinem Sohne mit eigener Hand die Krone auf,und darum lehnte Heinrich, in der Erinnerung au Männer etwa wieHatto von Mainz, diese Weihe ab. Aber die Dinge hatten sich wesent-lich geändert; nicht mehr die Bischöfe waren die Allmächtigen, dasUebergewicht lag auf Seite der Volksherzoge, von denen sie zum Theilabhängig waren. Wie oft hatten sich diese in den Bahnen selbstän-diger Politik bewegt, ja wohl eine volle Ablösung im Sinne gehabt.Dagegen war der Gedanke der Einheit des Reichs in der karolingischenZeit mit großer Entschiedenheit von den Bischöfen vertreten worden;dem volksthümlicheu stellten sie den universalen Gedanken entgegen,dem ihre Gewalt entsprossen war. Es scheint kaum zweifelhaft, wennOtto, obwohl im Besitze der Macht, nicht wie sein Vater, sondern wiedie westlichen Karolinger, von den Bischöfen dennoch das heilige Zeichenforderte, so wollte er gleich durch den ersten Akt seiner Herrschaft zuerkennen geben, daß er in ihnen ein heilsames Gegengewicht und eineStütze zu finden hoffe.

Die Erzbischöfe des Westens, der Rheinlande, Mainz im Vereinmit Köln und Trier, stellten im Reiche die Reichskirche vorzugsweisedar und genoffen als die ältern Inhaber ihrer Würden einen Vorzugvor den jüugern Amtsbrüdern in Salzburg und Bremen. Jetzt tratendiese drei Erzbischöfe den vier Volksherzogen zur Seite; stellten jenedie Kirche dar, so diese die Stämme, die Gesamtheit des Volks desdeutschen Reichs als eine in Kirche und Staat zusammengefaßte Ein-heit. Zunächst in Otto's Krönung einigten sich diese Elemente zumersten Male wieder öffentlich und feierlich in der Anerkennung desnothwendigcn Friedens und Zusammenwirkens, indem jedes in seinerbesonderen Weise daran Theil nahm. Den Herzogen und Stämmengehörte die alte volksthümliche Wahl, die kirchliche Salbung konnten

*) Ooronatio Ilirmintruckis rsAwas 866 II, 506) laßt Karl

unetio oaera st bsnsciietio an seiner Gemahlin vollziehen, nt talsm sobolsmei üominus cls illa ciiAustur cionsrs unäs saneta seeissia soiatium stregvnm aeessooriam ckslsusiousm ... possit Nabers.