Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
298
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2S8

XXVII.

Zwei Kopfe für eine Krone.

Man bitte Herrn von Alengon, zu mir zu kommen,"sprach Karl, seine Mutter entlassend.

Herr von Nnnce». der geneigt war, gemäß der Auf-forderung des Königs, von nun an diesem allein zu ge-horchen, machte nur einen Sprung von Karl zu seinemBruder, und überbrachte ihm ohne eine Versüßung denBefehl, welchen er erhalten hatte.

Der Herzog von Alenyon bebte. Er hatte von je-her vor Karl neztttert und that dies noch mehr, seitdemer sich durch sein Conspiriren Gründe gemacht hatte,ihn zu fürchten. Nichtsdestoweniger begab er sich mitberechnetem Eifer zu seinem Bruder.

Karl stand in seinem Gemache und pfiff ein Halalidurch die Zahne.

Als der Herzog von Alcnoon eintrat, gewahrte erin dem Auge von Karl einen von den Blicken voll gif-tigen Hasses, die er so gut kannte.

Eure Majestät hat mich rufen lassen; hier binich, Sire. Was wünscht Eure Majestät von mir?"

Ich wünsche Euch zu sagen, mein guter Bruder,daß ich zur Belohnung für die große Freundschaft, dieIhr für mich hegt, entschlossen bin, heute etwas fürEuch zu thnn, wornach Ihr längst trachtet."

Für mich?"

Ja, für Euch . . . Sucht in Eurem Geiste etwas, ^wovon Ihr seit einiger Zeit am meisten träumt, und ist-werte Euch dasselbe geben."

Sire," sprach Franz, ,,ich schwöre meinem Bru-der, ich wünsche nichis Anderes, als die Fortdauer derguten Gesundheit des Königs."

Dann müßt Ihr befriedigt sepn, Alengon; die Un-päßlichkeit , welche mich, zur Zeit der Ankunft der Polen