Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
296
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Gegen wen, Sire?"

Gegen Heinrich, gegen Franz oder gegen mich?"

Sire, wir batten die Berzichtleistnng Eines Schwa-gers, die Beistimmung Eures Bruders, und waren, wieich zn bemerken die Ehr« gehabt habe, auf dem Wege,Eure Majestät um ihre Einwilligung zu bitten, alsdie unglückliche Geschichte mit Herrn von Maurevel da-zwischen kam."

Nun, meine Mutter," sagte Karl,in Allem demsehe ich nichts Schlimmes. Es lag in Eurem Rechte,Herr von Mouy, einen König zn verlangen. Ja, Na-varra kann und muß ein getrenntes Königreich sehn.Mehr noch, dieses Königreich scheint ausdrücklich gemachtzu einer Dotation für meinen Bruder Alcnco», der stetsein so großes Gelüste nach einer Krone gehabt hat, daßer, wenn wir die unserige tragen, seinen Blick nicht da-von abzuwenden vermag. Das Einzige, was sich dieserThronbesteigung widersetzte, war das Recht von Henrivt;da jedoch Henriot freiwillig darauf Verzicht leistet_"

Freiwillig, Sire."

So scheint es, daß es der Wille Gottes ist.Herr von Mouy, es. steht Euch frei, zn Euer» Brüdernzurückznkehren, die ich vielleicht etwas hart bestraft habe;aber das ist eine Angelegenheit zwischen Gott und mir,und sagt ihnen, da sie meinen Bruder, den Herzog vonAlenpyn, zum König haben wollen, so füge sich der Kö-nig von Frankreich ihren Wünschen. Von diesem Augen-blick an ist Navarra ein Königreich unv sein Sonveeaiuheißt Franz. Ich verlange nur acht Tage, daß meinBruder Paris mit dem einem König gebührenden Glanzeund Gepränge verlasse. Geht, Herr von Mouy, geht.Herr von Nancey, laßt Herrn von Mouy hinaus, er istfrei."

Sire," sprach von Mony, einen Schritt vorge-hend,erlaubt Eure Majestät . . . ."

Ja," erwieberte der König.

Und er reichte dem jungen Hugenotten die Hand.