2S0
„Oho!" innrmeltc Karl, „beständig verborgene Couch-lottc, stets Complotte, von denen der König nichts weiß.Mord nnd Tenfcl, incine Mnttcr, ich bin doch ein großerBursche, ein hinreichend großer Bursche, ui» selbst übermich zu wachen und bedarf der Gängelband« nnd Wulstenicht mehr. Geht mit Euerem Sohne Heinrich nachPolen, wenn Ihr regieren wollt. Aber hier, sage ichEuch, habt Ihr Unrecht ein solche« Sp el zu spielen."
„Mein Sohn," ciwicdertc Catharma, ,,c« ist dasletzte Mal, daß ich mich in Eure Angelegenheitenmische. Aber cs war eine seit geraumer Zeit be-gonnene Unternehmung, bei der Ihr mir stets Unrechtgegeben habt, und es lag nur Alles daran. EurerMajestät zu beweisen, daß ich Recht hatte,"
In diesem Augenblicke machten mehrere Menschenin dem Borhause Halt, nnd man hörte, wie die MnSke-tcnkolben einer kleinen Truppe ans die Platten nieder-sielen. Beinahe gleichzeitig ließ Herr von NanceynunErlaubniß bitten, bei dcni König eintreten zu dürfen.
„Laßt ihn eintreten," sprach Karl,
Herr von Naneeh erschien, verbengle sich vor demKönig, wandte sich gegen Catharma und sprach:
„Madame, die Befehle Euer Majestät sind vollstreckt.Er ist gefangen,"
„Wie er!" rief Catharina sehr bestürzt. „HabtIhr »nr Einen gefaßt?"
„Er war allein Madame,"
„Und er hat sich vertheidigt?
„Stein, er speiste ganz ruhig in einem Zimmer zuNacht und übergab seinen Degen bei der ersten Auf-forderung,"
„Wer dies?" fragte der König.
„Ihr werdet es sehen," sagte Catharina. „Laßtden Gefangenen eintreten, Herr von Naneeh."
Fünf Minntrn nachher wurde von Mouh eingcführt.