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erstaunten jungen Menschen zu, ging einige Schritte vor-wärts und legte Ihre Hand an die Mauer.
Der Jüngling blieb indessen zögernd stehen. Erkonnte nicht glauben, die Gefahr, die er über seinemHaupte hatte zusammenziehen sehen, sch beseitigt.
„Zittere nicht so," sprach Catharina, „hübe ich Dirnicht gesagt, es siebe Dir frei, zu gehen, und wenn Duzurüekkommeu wolltest, wäre Dein Glück gemacht?"
„Ich danke, Madame," erwiederte Orthon. „Ihrbegnadigt mich also?"
„Mehr noch, ich belohne Dich, Du bist ein guterBriefträger, ein vortrefflicher LiebeSbote; nur vergissestDu, daß Dich Dein Herr erwartet."
„Ah! das ist wahr," sprach der Jüngling und eiltenach der Thüre.
Aber kaum hatte er drei Schritte gemacht, als derBoden unter seinen Füßen wich. Er wankte, streckteseine beiden Hände von sich, stieß einen furchtbaren Schreiaus und verschwand in der Oubliette des Louvre, an derenFeder Catharina gedrückt hatte.
„Gut," murmelte Catharina, „nun werde ich wegender Standhaftigkeit dieses Burschen hundert und fünfzigStufen hinabsteigen müssen."
Catharina ging in ihre Wohnung, zündete eineBlendlaterne an, kehrte in den Corridoc zurück, brachtedie Feder wieder in Ordnung, üsfnete die Thüre einerWendeltreppe, welche sich in die Eingeweide der Erde zuversenken schien, und gedrängt von dem unersättlichenDurste einer Neugierde, die nur die Dienerin ihres Hasseswar, gelangte sie an eine eiserne Tbüre, die sich rück-wärts öffnete und auf den Grund der Oubliette ging.
Hier ^lag blutig, zermalmt, gerädert durch einenSturz von hundert Fuß, aber noch zuckend, der armeOrthon. Hinter der Mauer hörte man das Wasser derSeins rollen, welches eine unterirdische Infiltration bisan den Fuß der Treppe führte.
Catharina trat in dje feuchte, übelriechende Grube,