Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
267
Einzelbild herunterladen
 

267

Bei welcher Veranlass»»;', hat sie Dich so ge-pflegt?" fragte (Katharina, als wüßte sie nichts von demAbenteuer, daö dem jungen Mensche» begegnet war.

Madame, als ich verwundet wurde."

Annes Kindl" sagte Catharina,Du bist ver-wundet worden?"

Ja, Madame,"

Wann dich?" . ,

An rem Abend, da man, den König von Navarraverhaften wollte. Ich hatte so gewaltig bange i als ichSoldaten sah, daN ich schrie und ni». Hülfe rief; derEine von iluien gab mir einen Schlag ans den Kopfund ick siel ohnmächtig nieder."

Armer Junge! Nun bist Du .aber völlig wiedcr--hcrgestellt?"

Ja. Madame."

lind Du suchst wohl den König von Navarraans, tu» wieder bei ihm cinzutretcn?"

Nein. Madame; als der König von Navarra er-fuhr, daß ich mich den Befehlen Eurer Majestät wider-setzt hatte, jagt« er, mich ohne Gnade und Barmher-zigkeit fort."

Wirklich?" sprach Catharina »eit theiluahmsvollemTone.Senn wohl, ich übernehme diese Angelegenheit.Doch wenn Du Frau von »Sauve erwartest, wartest Duvergeblich; sie ist unten bei mir in meinem Eabinetbeschäftigt." ' - , ,>

Catharina dachte. Orthon hätte; vielleicht nichtZelt gehabt, das Bittet hinter dem Spiegel zuver-bergen, und trat in das Cabinet von Fra» vön Saüve,um dem jungen Menschen jede Fteiheit zu lasten.

In demselben Augenblick und während Ortbon un-ruhig über die unerwartete Erscheinung; der KöniginMutter sich fragte, ob eben diese Erschelirüng'triebt einComplott gegen seinen Herrn.verberge, hörte» ler dreischwache Schläge.am Plafond. -Dieß war das-Zeichen,das er selbst seinem Herrn im Fall? der Gefahr geben