Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
251
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Wo ein ehrlicher Edelmann Risse in seiner Haut, inseiner Börse oder m seinem Kleide bekommen konnte.

Zur Schande der Menschheit mnß man gestehen,daß Fran von Revers mir mit großer.' Ungeduld dieseNcbenbnhleeschast von La Mole ertrug, nicht als ob siedem Proven^alen abhold gewesen wäre, im Gegentheil.hingerissen durch den unwiderstehlichen Instinkt, derjede Fran nnwillkührlich antreibt, gegen den Liebhabereiner andern Fran, besonders wenn diese ihre Fcnndinist, sich auf eine gefallsüchtige Weise zu benehmen,hatte sie La Mole durchaus nicht mit den Blitzen ihrerSmaragdanaen verschont, und Coconnas halte die Hände-drücke und Len Aufwand an Liebenswürdigkeit der Her-zogin zu Gunsten seines Freundes während der Tageder Lanne beneiden können, an welchen das Gestirn desPiemontesen an dem Himmel seiner schönen Geliebten ;nerbleichen schien. Aber Coconnas, der fünfzehn Personenwegen eines einzigen Blickes seiner Dame erwürgt batte,war so wenig eifersüchtig auf La Mole, daß er ihm häufigin Folge solcher Launenhaftigkeiten der Herzogin gewissevertrauliche Mittheilungen in das Ohr flüsterte, wor-über der Provenyalc errvthet war.

Hiedurch erfolgte , daß Henriette/''welche die Ab-wesenheit von La Mole aller Bortheile beraubte, dieihr die Gesellschaft von Coconnas verschafft hatte, näm-lich seiner unversiegbaren Heiterkeit und seiner nicht zusättigenden Vergnngnngssncht, eines Tags Margaretheanlsachte, um sie zu bitten, ihr den Unerläßlichen zn-rückzngeben, ohne welchen der Geist und das Her; vonCoconnas von Täg zu Tag immer mehr verennsteten.

Stets mitleidig und überdies) bestürmt durch dieBitten von La Mole und angetrieben dnrch die Wünscheihres eigenen Herzens, gab Margarethe ihrer FreundinHenriette für den zweiten Tag Rendezvous in demHause mit den zwei Thüren, um dort diese Stoffe in