Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
217
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2l?

wo Eure Majestät zögert, die ihrige zu fassen, so würdeich sagen, ich halte Herrn de La Mole für zu verliebt,»in sich ernstlich mit der Politik zu beschäftigen,"

Glaubt Ihr?" -

,Ja, und besonders z» verliebt in die Königinvon Navarra, um mit Ergebenheit dem^König zu dienen;denn es gibt keine wahre Liebe ohne Eifersucht."

Und Ihr haltet ihn also für ganz und gar ver-liebt?"

Ich bin dessen gewiß,"

Sollte er seine Zuflucht zu Euch genommen haben?"

»3a."

Hat er Euch um irgend einen Liebestrank gebeten?"

Nein, wir haben uns an die Wachsfigur gehalten."

In das Herz gestochen?"

In das Herz gestochen."

Und diese Figur ist noch vorhanden?"

Ja, sie ist bei Euch."

Sie ist bei mir...? Es wäre doch seltsam," sprachKatharina,wenn diese kabalistischen Vorbereitungenwirklich den Einfluß hätten, den man ihnen zuschreibt."

Eure Majestät ist mehr im Stande darüber zuurthoilen, als ich."

Liebt die Königin von Navarra Herrn de LaMole?",

»Sie liebt ihn so sehr, daß sie sich für ihn in dasVerderben stürzen würde. Gestern hat sie ihn mit Ge-fahr ihrer Ehre und ihres Lebens vom Tode errettet.Ihr seht, Madame, und dennoch zweifelt Ihr."

,Woran?"

An der Wissenschaft."

Werl mich die Wissenschaft ebenfalls verrathey hat,"erwiederte Katharina und schaute dabei Nene fest an.Doch dieser hielt ihren Blick ans eine biwundernngs-wnrdigc Weise ans.

: »Bei welcher Gelegenheit?"