Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
215
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StS

Jesus!" rief er',man mordet mich! Herbei!Hälfe!"

Cütharina, die ihm gefolgt war, sah ihn fallen; sieschaute tkn, einen Augenblick gefühllos und ohne sich zurübren an; dann, nicht durch die mütterliche Liebe, son-dern durch die Schwierigkeit der Lage, zu sich zurückge-rnfcn öffnete sie und rieh:

Der König befindet sich unwohl. Zn Hülfe! zuUlfe!»

Ans diesen Ruf drängte sich eine Welt von Dienern,Offizieren und Höflingen um den jungen König. Aberdes dieser Welt stürzte eine Frau herdci! sie schob dieZuschauer auf die Seite und hob den leichenbleichenKirl auf,"

,,Man mordet mich, Amme, man mordet mich!"murmelte der König, in Schweiß und Blut gebadet.

>Ä!an mordet Dich, mein Kart?" rief die guteFra» und ließ ans allen Gesichtern einen Blick nniher-laufeir der sogar Katharina zurückweichen machte;undwer ernvrdet Dich denn?"

Karl stieß einen schwachen Seufzer aus und sankvollends in Ohnmacht.

Ah', ah!" sprach der Arzt Ambroise Parö, denman soglech hatte holen lassen,der König ist sehrkrank."

Nun nag cS freiwillig oder mit Gewalt geschehen,"sagte die unwrsöhnliche Katharina zu sich selbst,er mußeine Frist gefegten."

Und sie verließ den König, um ihren zweiten Sohn' aiifjusnchen, der ängstlich im Betzimmer den Erfolg derfür ihn so Wichten Unterredung erwartete.