Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
213
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SIS

nicht mehr bin? Der Vearner erhebt sich hinter meinemBruder, sagt Ihr? Bei Gott! desto besser. Ich sagtevoll,in, ich liebte Niemand. . . das war ein Irrtbum:ich liebe Henriot, ja ich liebe diesen guten Henr ot, erhat eine trcuhc.zjge Miene, eine, warme Hand, währendich rings um mich her nur falsche Augen erblicke undeisige Hände berühre. Er ist eines Verrathes gegen michunfähia. darauf schwöre ich. Ueberdieß bin ich ihm eineEntschädigung schuldig, man bat ihm seine Mutter ver-giftet^ armer Junge! Leute aus meiner Familie, wie ichsagen hörte. Ich befinde mich Wohl; träfe mich abereins Krankheit, so würde ich ihn rufen, er sollte michnicht verlassen,, ich würde nichts annehmen, außer vonseiner Hand, und wenn ich sterbe, so mache ich ilmzum König von Frankreich und Navarra. Bei des PapstesBauch! statt bei meinem Tode zu lachen, wie es meineBrüder thun würden, würde er weinen oder sich wenig-stens ,dsN..Anschein geben, als weinte er."

. Hätte der Blitz zu den Füßen von Katharina ein-geschlagen, sie würde minder darüber erschrocken sehn,als über diese Worte. Sie blieb wie niedcrgeschmettertund schaute Karl mit starren Augen an; nach einigenSekunden aber rief sie :.

Heinrich von Navarra! Heinrich von Navarra,König von Frankreich! zum Nacktheit meiner Kinder!Bli! h ilige Mutter Gottes, wir werden sehen! Deshalbalso wollt Ihr meinen Sohn entfernen?"

.Euren Sohn. . , Und wer bin ich denn? DerSohn einer.Wölfin, wie Memulus!" rief Karl zitterndvor Zorn und das Auge funkelnd, als hätte es sich stellen-weise entzündet.Euren Sohn, Ihr habt Neckt, derKönig von Frankreich ist nickt Euer Sohn; der Königvon Frankreich hat feine Brüder, der König von Frank-reich hat keine Mutter; der König von Franfreich hatnur blnterthanen. Der König von Frankreich bedarfkeiner Gefühle, er hat seine Willensmeivung. Er wirddie Liebe entbehren können, aber er fordert Gehorsam."