Druckschrift 
5/8 (1845)
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Hat mir Monseigneur Befehle zn ertheilen?"

Für den Augenblick nicht, aber ich wünsche Euchdiesen Abend noch zu sprechen."

Um welche Stunde?"

Zwischen neun und zehn Uhr."

Ich werde die Ehre haben, mich zu dieser StundeStunde bei Eurer Hoheit cinzufindcn."

Gut, ich zähle ans Enck."

La Mole verbeugte sich und setzte seinen Weg fort.

Dieser Herzog," sagte er,hat Augenblicke, wo erleichenbleich aussieht! das ist' sonderbar!"

Und er klopfte an die Thüre der Königin; Gillonnc,welche auf seine Erscheinung zu lauern schien, führteihn zn Margarethe.

Diese war mit einer Arbeit beschäftigt, welche sicsehr zu ermüden schien; ein Papier voll ausgestrichenerStellen und ein Band von Jsokrales lagen vor ihr.Sie bedeutete La Mole durch ein Zeichen, er möge siceinen Paragraphen vollenden lassen; als bieß geschehenwar, was nicht lauge dauerte, warf sie ihre Feder weg,und lud den jungen Mann ein, sich neben sie zu setzen.

La Mole strahlte. Er war nie so schön, so heitergewesen.

Griechisch!" rief er, einen Blick in das Buchwerfend:eine Rede von Jsokrates! WaS wollt Ihrdamit machen? Oh! oh! auf diesem Papiere Lateinisch!^,1 biarmaliw lo^alu« re»!»»: üluo^uiitw oouoio...Wollt Ihr mit diesen Barbaren in lateinischer Sprachereden?"

Ich muß wohl." erwiderte Margaretha,da sie nichtFranzösisch sprechen."

Aber, wie könnt Ihr die Antwort machen, ohne dieAnrede gehört zu haben?"

Eine Gefallsüchtigere als ich würde Euch an eineImprovisation glauben lassen, aber für Euch, mein Hyacinth,habe ich keine solche Täuschungen: man hat nkir vic Reoeum Voraus mitgclheilt, und ich antwortete darauf."