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„Der Graf de La Mole?" sprach Margaretha er-staunt.
„Mein Gott! es ist ein herrlicher Bursche, dieserkleine Proven^al," fuhr Heinrich fort. „Begreift Ihr,daß er Herrn von Manrevel verwundet und zwei Gardengetödtet hat?"
Herrn von Manrevel verwundet und zwei Gardengetödtet? . . . Unmöglich!"
„Wie, Ihr zweifelt an seinem Muthe, Madame?"
„Nein, aber ich sage, Herr de La Mote konntenicht in Euerer Wohnung sehn."
„Warum konnte er dies nicht?"
„Weil . . . weil . . ." versetzte Margarethe ver-legen, „weil er anderswo war."
„Ah! wenn er ein Alibi beweisen kann," sprachHeinrich, „dann ist es etwas Anderes; er sagt, wo erwar, und'Alles ist abgemacht."
„Wo er war?" fragte Margarethe lebhaft.
„Allerdings . . . Der Tag wird nicht vvrnbergehen,ohne daß man ihn verhaftet und verhört. Aber zumUnglück, da man Beweise bat . . ."
„Beweise! . . . welche?"
„Der Mann, der diesen verzweifelten Widerstandleistete, hatte einen rothen Mantel."
„Nicht nur Herr de La Mole allein hat einen rothenMantel ... ich kenne noch einen andern Mann."
„Allerdings, ich auch . . . Hört, was geschehenwird: war-nicht Herr de La Mole bei mir, so wird csder andere Mann sepn, der einen rothen Mantel trägt,wie er. Dieser andere Mann, Ihr wißt, wer es ist?"
„Himmel!"
„Das ist die Klippe; Ihr habt ihn gesehen wie ich,Euere Aufregung beweist mir dies;. Reden wir alsomit einander wie zwei Personen, welche von der ge-schätztesten Sache der Welt, von einem Throne, von hemkostbarsten Gute des Lebens sprechen . . - W,xh Monhverhaftet, so'stürzt er uns in das Verderben."