1Z2
„Aber, Kapitän," sprach der Lieutenant, die Handzurückhaltend, weiche Manrevel an den Klopfer der Thürelegte, „hier wohnt der König von Navarra."
„Wer sagt das Gegentheil?" versetzte Manrevel.
Die Sbirren schauten sich ganz erstaunt an und derLieutenant machte einen Schritt rückwärts.
„Ei! ei!" sprach der Lieutenant, „um diese Stundeim Louvre Jemand verhaften und zwar in der Wohnungdes Königs von Navarra!"
„Was würdet Ihr antworten," entgegnete Manrevel,„wenn ich Euch sagte, daß derjenige, welchen Ihr ver-haften sollt, der König selbst ist?"
„Ich würde Euch antworten, Kapitän, die Sachesei ernster Art, und ohne einen eigenhändig vom KönigUnterzeichneten Befehl..."
„Lest," sprach Manrevel.
Und er zog auö seinem WammS den Befehl, denihm Catharina übergeben hatte, und reichte ihn demLieutenant.
„Es ist gut," versetzte dieser, nachdem er gelesen hatte,„ich habe nichts mehr zu sagen."
„Ihr seyd bereit?"
„Ich bin es."
„llnd Ihr?" fuhr Manrevel, sich an die fünf andernSbirren wendend, fort.
Diese verbeugten sich ehrerbietig.
„Hört mich also, meine Herren," sprach Manrevel,„Folgendes ist der Plan: zwei von. Euch bleiben an dieserThüre, zwei an der Thüre des Schlafzimmers, und zweitreten mit mir ein."
„Hernach?" fragte den Lieutenant."
„Hört wohl: eg ist mir befohlen, den Gefangenenzu hindern, daß er um Hülfe ruft,, schreit oder Wider-stand leistet; jede Verletzung dieses Befehls soll mit demTobe bestraft werben."
„Vorwärts, er hat unumschränkte Vollmacht," sagte