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Laune gewesen. Nachdem sie mit gutem Appetit tu Ge-sellschaft ihrer Frauen gespeist, nachdem sie sich mit ih-rem Arzte berathen und die kärglichen Rechnungen ihresHaushaltes geordnet hatte, befahl sie ein Gebet für denErfolg einer gewissen, wie sie sagte, für das Glück ihrerKinder wichtigen Unternehmung; cs war eine Gewohn-heit non Ealharina, eine übrigens ganz florentinischeGewohnheit, unter gewissen Umstände» Gebete und Messenlesen zu lassen, deren Zweck Gott und sie allein kannten.
Endlich hatte sie einen Besuch von Nenn angenom-men und aus seinem reichen Sortiment niehreö Neueausgewählt.
„Man erkundige sich," sprach Catharina, »ob meineTochter die Königin von Navarra, zu Hause ist:^tstdies der Fall, so ersuche man sic, mir Gesellschaft zuAisten."
Der Page, an den dieser Befehl gerichtet war, ent-fernte sich und kehrte einen Augenblick nachher von Gil-lonne begleitet zurück.
„Nun!" sagte die Königin Mutter „ich verlangtenach der Herrin und nicht nach der Zofe." ,
»Madame," erwicderte Gillonne. „ich glaubte EuererMajestät selbst sagen zu müssen, daß die Königin vonNavarra mit ihrer Freundin, der Herzogin von Revers,ausgsgangen ist."
„AuSgegangcn zu dieser Stunde," versetzte Catha-rina die Stirne faltend, „und wohin kann sie gegangenscpn?"
„In eine Alchpniie-Sitzung," antwortete Gillonne,„welche im Hotel Guise in dem von Frau von NeverSbewohnten Pavillon stattsindeu soll."
„Und wann wird sie zurückkehren?" fragte die Kö-nigin Mutter.
„Die Sitzung wird bis spät in die Nacht hineindauern," antwortete Gillonne, „so daß Ihre Majestätwahrscheinlich bis morgen früh bet ihrer Freundin blei-ben wird."