Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
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Dcr Ausbruch.

Al« am andern Morgen eine schöne rothe Sonne,aber ohne Strahlen, wie die« in den bevorzugten Win-tertagen gewöhnlich ist, sich hinter den Hügeln erhob,welche Pari« umgürtcn, war in dem Hose des Louvrebereits seit zwei Stunden Alle« in Bewegung.

Ein hcrrticher Barber, nervig obgleich hoch ge-wachsen, mit Hirschbelnc», ans denen sich die Adern wieein Netz kreuzten, mit dem Fuße stampfend, die Ohrenspitzend und Feuer' durch die Nüstern schnaubend, er-wartete Karl IX. in dem Hofe. Aber das Thier war nochniinder ungeduldig, als sei» Herr, der von Catharinaaufgehatten wurde, welche ihn auf dem Wege gestellthatte, um, wie sie sagte, über eine wichtige Angelegen-heit mit ihm zu sprechen.

Beide befanden sich ln der Glasgallerle. Catharinakalt, bleich und unempfindlich, wie immer: Karl IX. bebend,an seinen Nägeln kauend und seine LieblingShnndepeitschend, welche mit einer Art von Panzerhemden be-kleidet waren, damit die Haner des Wildschweines sie nichtverletzen könnten und damit sie diesem furchtbaren Thiereungestraft Trotz zu bieten vermöchten. Ein kleiner Schild mitdein Wappen von Frankreichwar aufihreBrnst genäht, unge-fähr wie auf die der Pagen, welche mehr als cinmal dieseglückseligen Günstlinge »m ihre Vorrechte beneidet hatten.

, Merkt wohl auf, Karl," sprach Catharina,Niemandals Ihr und ich weiß bis jetzt von dcr nahe bevorstehendenAnkunft der Polen. Der König vozi Navarra benimmtsich jedoch, Gott soll mir vergeben, als ob er die Sachewüßte. Trotz seines Abschwörcn«, dem ich immer mißtrauthabe, unterhalt er ein Einverständniß mit den Hugenotten.