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„Du bist nicht diese Treppe hinauf gelaufen, alsob Du von einer Legion von Teufeln verfolgt würdest?"
„Nein."
„Mordi!" rief Coconnas, „der Wein des Schö-nen Gestirns ist nicht so schlecht, daß er mir indiesem Grade den Kopf verdreht haben könnte. Ichsage Dir, daß ich so eben Deinen kirschrotsten Mantelund Deine weiße Feder unter der Pforte des Louvre er-blickte, daß ich den einen und die andere bis unten andiese Treppe verfolgt habe, und daß Dein Mantel, DeinFedcrhut und sogar Dein Arm, der sich wie ein Schwengelbewegt, hier von einer Dame erwartet wurden, die ichfür die Königin von Navarra halte, welche das Ganzedurch diese Thüre zog, die, wenn ich mich nicht sehrtäusche, die Thüre der schönen Margarethe ist."
„Mordi!" sprach La Molk erbleichend, „sollte.hierein Verrath obwalten?"
„Immerhin!" versetzte Coconnas, „schwöre, solange Du willst, aber sage mir nicht mehr, daß ich michtäuschte!"
La Mole zögerte einen Augenblick, den Kopf zwi-schen seine Hände pressend, und zwischen der Achtung undder Eifersucht schwankend. Aber die Eifersucht trug denSieg davon. Er stürzte nach der Thüre und sing an,an diese mit 'vollen Kräften zu klopfen, watz einen inBetracht der Majestät des OrteS durchaus nicht anstän-digen Lärmen verursachte.
„Wir werden machen, daß man uns verhaftet,"sprach Coconnas, „aber gleichviel, die Sache ist äußerstlustig. Sage mir, La Mole, sollte es vielleichtGeister im Louvre geben?"
„Ich weiß es nicht," erwiederte der junge Mann,so bleich wie die Feder, die seine Stirne beschattete.„Aber ich habe mir imnnr zu sehm gewünscht, und dasich die Gelegenheit bietet, so werde ich mein Möglichstesthun, mich diesem gegenüber zu stellen,"
„Ich widersetze mich nicht," sprach Coconnas, „Nur