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5/8 (1845)
Entstehung
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machten, sondern mnihig unsere Köpfe darboten. MeineFührerin ließ mich links drehen, die Führer!» meinesFreundes ließ ihn rechts drehen, und wir trennte» uns."

„Und dann?" fuhr Margarethe fort, welche ent-schlossen schien, ihre Forschung bis zum Ende zu führen.

„Ich weiß nicht," versetzte La Mole, „wohin meinFreund geführt wurde; vielleicht in die Hölle. Wasaber inich betrifft, so weiß ich, daß meine Führerinmich an einen Ort geleitete, welchen ich für das Pa-radies halte."

„Und woraus Ihr ohne Zweifel in Folge Eurer zugroßen Neugierde vertrieben wurdet?"

„Ganz richtig, Madame, Ihr habt die Gabe derDevination. Ich erwartete den Tag mit Ungeduld, umzu sehen, wo ich wäre, als um halb fünf Uhr dieselbeDuenna zurückkehrte, mir die Augen abermals verband,mich versprechen ließ, keinen Versuch zu machen, dieBinde abzunehmen, mich sodann hinausführte, undnachdem sie mich hundert Schritte begleitet hatte, mireinen Eid abforderte, daß ich die Binde erst abnehmenwerde, wenn ich fünfzig gezählt hätte. Ich zählte bisauf fünfzig und befand mich in der Rue Saint-An-toine, der Rue der Jouh gegenüber.

„Als ich nun hier ein Stück von meiner Federfand," fuhr La Mole fort, „so bebte mein Herz vorFreude; ich hob sie auf und gelobte mir, sie als einAndenken an diese glückliche Nacht aufzubewahren. Mittenaber in meinem Glücke quält mich ein Umstand, nämlichder, daß ich nicht weiß, was vielleicht aus meinem Ge-fährten geworden ist."

„Er ist also nicht in den Louvre zurückgekchrt?"

„Ach nein, Madame. Ich suchte ihn überall, woer seyn konM, im goldenen Gestirne, beim Ballspieleund an vielen andern ehrenwerthen Orten; aber keinAnnibal, und eben so wenig ein CoconnaS."

Während La Mole diese Worte mit Begleitung

ein» kläglichen Geberde sprach, öffnete er die Arme