Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
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wurde, als es unser Edelmann trotz seiner Unruhe mitgroßem Appetit annahin.

Sobald in Ermanglung des Geistes wenigstens derMagen beruhigt war, setzte sich La Mole wieder in Laufund ging an der Seine hinauf, wie jener Mann, derseine ertrunkene Frau suchte. Als er auf den Quai dela Grave kam, erkannte er die Stelle, wo er drei bisvier Stunden vorher ohne Zweifel angchalten wordenwar, und er fand auf dem Schlachtfelds ein kleinesStück von der Feder seines Hutes. Das Gefühl desBesitzes ist bei dem Menschen angeboren. La Mole besaßzehn Federn, von denen immer eine schöner war, als dieandere. Nichts desto weniger blieb er stehen, um dickeoder vielmehr die einzigen Trümmer, welche sie überlebthatte, aufznheben, und er betrachtete dieselben mit einermitleidigen Miene, als schwere Tritte in seiner Näheerschollen und grobe Stimmen ihn auf die Seite gebenhießen. La Mole schaute empor und erblickte eine Sänfte,zwei Pagen voraus und von einem Stallmeister begleitet.

La Mole glaubte die Sänfte zu erkennen und ginglebhaft auf die Seite.

Der jmige Edelmann hatte sich nicht getäuscht.

,,Herr de La Mole?" sagte eine Stimme voll Weich-'heit, welche auS der Sänfte-hervorkam, während eine- Hand,weiß und zart wie Atlas, die Vorhänge znrnckschob.

,,Ja, Madame, ich selbst," antwortete §a Mole sichverbeugend.

„Herr de La Mole, eine Feder in der Handi" fuhrdie Dame in der Sänfte fort, ,,seyd Ihr denn verliebt,mein Herr, und findet Ihr etwa hier die verlorenenSpuren?"

,,Ja, Madame." antwortete La Mole, „ich binverliebt, und zwar sehr stark. Aber für den Augenblickfind es meine eigenen Spuren, die ich wieder finde, ob-gleich ich diese nicht gerade suche. Erlaubt mir aberEureMajestät. mich nach ihrer Gesundheit zu erkundigen?"

„Vortrefflich, mein Herr. Ich habe.mich, wie