Der Herzog streckte nicht nur seine Rechte gegenMouy ans, sondern er nahm anch die Hand von Mouvund drückte sie.
„Nun, Monseigneur, bin ich ruhig," sagte der jungeHugenot.- „Würden wir verrathen, so könnte ich be-haupten, Ihr hättet keinen Thcil daran. Sonst, Mon-seigneur, und so wenig Ihr bei einem solchen Verrathebetheiligt sepn dürftet, wäret Ihr entehrt."
„Warum sagt Ihr mir das, von Mouy, ehe Ihrmir sagt, Ihr würdet die Antwort Euren Häupter»übcrbringen?"
„Monseigneur, indem Ihr mich fragt, wann dieAntwort? fragt Ihr mich zugleich, wo sind dieHäupter?und wenn ich Euch sage: diesen Abend erfahrt Ihr zu-gleich, daß sie sich in Paris verborgen halten."
Während von Moup diese Worte sprach, heftete ermit einer Geberde des Mißtrauens sein durchdringendesAuge auf den nnsichern, schwankenden Blick des jungenMannes.
„Geht, -Herr von Mouy," versetzte der Herzog,„Ihr habt immer noch Zweifel. Aber ich kann nichtmit dem ersten Schlage ein volles Zutrauen von Euchfordern. Ihr werdet mich später besser kennen lernen.Es wird uns eine Gemeinschaft der Interessen verbinden,die Euch jeden Verdacht benimmt. Ihr sagt also diesenAbend, Herr von Mouy?"
„Ja, Monseigneur, denn die Zeit drängt. DiesenAbend also. Aber wo, wenn cs Euch beliebt?"
„Im Louvre, hier in diesem Zimmer, seyd Ihrdamit einverstanden?"
„Dieses Zimmer ist bewohnt?" entgegnete vonMouy mit dem Blicke die zwei Betten bezeichnend,welche einander gegenüberstanden.
„Von zweien meiner Edetlente, ja."
„Monseigneur, es scheint mir für mich unklug inden Louvre znrnckzukehren."
„Warum dies?"