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Bonifaz von Montferrat, der Eroberer von Konstantinopel, und der Troubadour Rambaut von Vaqueiras
Entstehung
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Unter den älteren Markgrafen war es Wilhelm II., der Alte,bereits 1140 erwähnt, der den Grund zu jenen Verbindungenlegte, welche den Namen Montferrat bald zu dem gefürchtetstenim ganzen Orient machten. Den Ueberlieferungen seines Hausestreu, schloß er sich eng an seinen kaiserlichen Neffen Barbarossaan, als dieser auszog zum Kampf gegen die Lombardenstädte;')für ihn vertheidigte er das gutgesinnte Pavia gegen das guelftscheMailand, mit ihm verheerte er die Niedergeworfene Rebellenstadt.Dafür ward ihm reicher Lohn in einer erheblichen Vergrößerungseiner Markgrafschast. 2 ) Erben derselben, wie seiner Thatkraftund Treue gegen die Hohenstaufen, waren vier ritterliche Söhne,die neben andern Kindern Jutta von Oesterreich, des frommenLeopold III. Tochter und leibliche Schwester Kaiser Konrads III.,ihm geboren, Wilhelm III., Konrad, Rainerio II. und Boni-sacio II. Von diesen war der erstgeborene, Wilhelm III., infrischer Jugendblüthe den Fahnen des Kreuzes gefolgt, im heili-gen Lande hatte er mit der Hand Sibyllas von Anjou, der Er-bin des Königreichs Jerusalem die Grafschaften Joppe und As-kalon gewonnen. Aber schon 1177 raffte ihn dort plötzlich ein-tretendes Siechthum hinweg. Sein uachgeborenes Söhnleinhat unter dem Namen Balduin V. ein Jahr lang die Kronevon Jerusalem getragen, war aber schon 1186 dem Vater insfrühe Grab gefolgt. Die Sorge um den Enkel, für den vondem Ehrgeiz der Barone Palästinas nicht minder, als von derwachsenden Macht der Ungläubigen zu fürchten war, hatte dengreisen Wilhelm II. bestimmt, sich 1185 in Begleitung seineszweiten Sohnes Konrad zur Pilgerfahrt zu rüsten, um jenemmit Rath und That beizustehen. Allein in Konstantinopel trenn-ten sich ihre Wege. Dort kannte man die Tüchtigkeit der Mont-

ferrats schon durch Rainerio, der seinen ältesten Bruder in das( 260 )