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4) Boyle kannte außer der Kohlensäure, welche sich beim Auflösender Korallen in Essig und bei der Gährung entwickelte, auch die bei derAuflösung des Eisens in Salzsäure oder verdünnter Schwefelsäure aus-tretende Gasart (Wasserstoff). Fischer, Gesch. d. Phys. II, 184.
5) Der Druck der Luft beim Normalbarometerstand (d. h. bei760 mm. Quecksilberhöhe und 0" Wärme) beträgt auf ein Quadrat-centimeter 1-0328 Kilogramm.
Gewöhnlich giebt man den Druck einer verdünnten oder verdichtetenGasmasse nach der in Millimetern gemessenen Höhe der Quecksilbersäulean, welche jenem das Gleichgewicht hält; stärkerer Druck wird mit Viel-fachen des Atmosphärendrucks gemessen.
6) Boyles Versuche begannen im Jahre 1660, Mariotte machtedie seinigen erst 1676 bekannt. Bezüglich der gewöhnlich angenommenenSelbständigkeit Mariottes bemerkt Gehler (Physik. Wörterbuch 4. 1028):
„Wenn man den Unterschied der Zeit beider Versuchsreihen berück-sichtigt, das hohe Interesse würdigt, welches damals alle die Luft be-treffenden Untersuchungen fanden und die genaue Verbindung erwägt, inwelcher Mariotte mit englischen Gelehrten stand, so scheint es höchst un-wahrscheinlich, obgleich es nicht unmöglich ist, daß Mariotte nichts vonden Resultaten Boyles gewußt haben sollte."
7) Näheres über die das Mariottesche Gesetz betreffenden Versuchefindet sich Wüllner, Lehrbuch der Experimentalphysik, l. Bd. S. 285 ff.
Um die Geringfügigkeit der Abweichungen der Luft vom Mariotte-schen Gesetze nachzuweisen, füge ich folgende Resultate der RegnaultschenVersuche an:
Die Volumverminderung entsprach bei einem Druckevon 3 Atmosphären einem um 12 mm. höhern Drucke
wenn das Mariottesche Gesetz als Norm angesehen wird.
8) Amontons hatte aus Versuchen mit dem von ihm erfundenenLuftthermvmeter gefunden, daß die Elasticität der Luft, wenn ihre Wärmesich von der in den Kellern der Pariser Sternwarte beobachteten bis zurSiedhitze des Wassers steigere, in dem Verhältniß von 3 zu 4 zunehme.Setzen wir die Temperatnr jener Keller ^ 10° 0., so wäre das richtigeVerhältniß -- 283: 373, wofür ziemlich genau gesetzt werden kann 3 : 4.
9) S. Fischer, Gesch. d. Physik. IV, S. 228 ff.
10) Nach Delüc soll die Höhe einer Luftsäule, deren Temperatur
(sss)