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große Geschwindigkeit haben wie ein solches des ersten Gases.Die Geschwindigkeit des Wasserstoffmolecüls bei 0° aber wurdegefunden zu 1844 Meter, danach ist die des Sauerstoffs 461 M.,die des Stickstoffs 492 M., der Kohlensäure 393 M.")
Der Naturforscher ist gewöhnt, jedes Resultat seiner Unter-suchungen und Berechnungen zunächst mit einer gewissen Zurück-haltung aufzunehmen. Vorsichtig sieht er sich um, ob Thatsachenvorhanden sind, welche entweder mit dem vor ihm Gefundenenin Uebereinstimmung stehen, oder welche demselben widersprechen;als richtig gilt das Neue erst, wenn es mit dem Früheren sichvereinigen läßt, oder wenn die Widersprüche zwischen beiden ge-löst sind. Es giebt nun wirklich Thatsachen, die in der ver-schiedenen Geschwindigkeit der einzelnen Gasarten ihre bis dahinunbekannte Ursache finden.
Schon längst war bekannt, daß ein durch den galvanischenStrom erhitzter Draht, wenn er sich in einer Atmosphäre vonWasserstoff befindet, schwieriger in's Glühen kommt, als wenner von Luft, Sauerstoff oder Kohlensäure umgeben ist. Umge-kehrt hat Magnus gefunden, daß ein erwärmter Körper sich inWasserstoffgas viel rascher abkühle, als in Kohlensäure. Wir be-greifen jetzt diese Erscheinung vollständig. In Folge ihrer grö-ßeren Geschwindigkeit treffen eine gewisse Anzahl Wasserstoff-rnolecüle den warmen Körper viel öfter als die gleiche Zahl derträgern Theilchen der Kohlensäure, sie werden ihm also seineüberflüssige Wärme nothwendig rascher entziehen als diese, undwird ein Draht durch den galvanischen Strom erhitzt, soverlangsamen die rascher hin und her fliegenden Körperchen diezum Glühen nothwendige Ansammlung von Wärme mehr, alslangsamere Gasmolecüle.
Ebenso spricht für die verschiedene Geschwindigkeit der Gas-molecüle die von Bunsen gemachte Beobachtung, daß sich im
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