Kirche von Vochem durch den Kirchenvorstand von Sechtem überwiesenund hypothekarisch sichergestellt wurden.
Nachdem das Beneficium der Kirche zu Vochem incorporirt worden,honorirte letztere auswärtige Geistliche, die zur Abhaltung der Frühmessenach Vochem kamen, so den Herrn Johann Schüppen, ehemaligenFranciscaner in Brühl, Primissar von 1811—1835.
Seit 1835 blieb das Primissariat unbesetzt; die Pfarrer von Vochemerhielten eine Vergütung für Verrichtung der Verpflichtungen. Der Restdes jährlichen Einkommens der alten Beneficialgüter floß in die Kirchen-kasse zur Vermehrung der Stiftungsfonds.
Uicarie.
Als der Krankheitszustand des an Lungen-Tuberculose leidendenPfarrers Lefils sich verschlimmerte und Hülfeleistung in der Seelsorgenothwendig wurde, ernannte die erzbischöfliche Behörde am 12. Juni1868 zum Vicar.
Theodor Gerecht, geboren am 5. September 1826 zu Elmpt,Priester seit 4. September 1865, bis dahin Vicar zu Rötgen, DekanatMontjoie. Seit dem Tode des Pastors Lefils, 1875, verwaltete er diePfarre. Er starb am 10. September 1887.
Als Gehalt für denselben diente das Einkommen der Frühmessen-Stiftung. Eine Dienstwohnung ist für den Vicar nicht vorhanden. Seit demTode des Pfarrers wohnte er im Pastoralhaus.
Schule.
Wie oben erwähnt, war der Primissar ehemals zum Schulhaltenin dem von der Gemeinde erbauten Hause verpflichtet. Nach dem Todedes Primissars Willen, 1805, fiel der Schulunterricht bis 1815 in Vochemaus. Die Kinder besuchten die Schule in Kierberg. Das Schulgebäudewar von 1805—1813 an Privatleute vermiethet, dann diente es währendder Kriegsjahre bis 1815 zu militairischen Zwecken. 1815 wurde dieSchule wieder eröffnet unter Lehrer Esser; auf ihn folgte Lehrer Herriger,dann Thill aus Brühl.
1830 legte man das alte Schulgebäude nieder, kaufte ein Gebäudein Roggendors, dessen Holzwerk aufgerichtet und in Fachwerk als Schulehergestellt wurde.
Erster Lehrer in der neuen Schule war Büscher bis 1836, dannDick, hierauf Weiser (später Priester), danach Stüb, Wirz, Heinrichs,Forschbach, Völlig.