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Vochem.
außer dem Zehnten." Der Hof blieb bis zur Säcularisation 1802im Eigenthum des genannten Stifts. Letzteres hatte seinen Frohnhofzu Vochem dem adeligen Geschlecht« der von Aldenroide (Aldenrath beiGleuel) übertragen, die deshalb auch von Vochem genannt Werdens.Wahrscheinlich war Conradus de Vochene, der in einer Urkunde von1155, betreffend den ebenfalls an das Stift St. Georg gehörenden Hofzu Sürdt, als Zeuge vorkommt, aus jenem Geschlecht« ^). Im Jahre1302 wurde damit belehnt Heinrich von Aldenroide; 1368 dessen SohnDaniel von Aldenroide. Sein Enkel Junker Heinrich von Aldenroide war1389 Wäpeling, Schulteis zu Vochem und Schöffen zu Brühls. DessenSohn Daniel von Aldenroide mit seiner Gattin Gretgin (Margaretha),1453 Wittwe, besaßen das Lehen. Vom Anfänge des 16. Jahrhundertsan war das Gut in Zeithacht vergeben und zwar jedes Mal auf zwölfJahre. Gemäß den vorhandenen Pachtbriefen Z verpachtete 1514 Dechantund Capitel von St. Georg in Köln das aus circa 265 alten MorgenAckerland bester Qualität bestehende Gut an Diderich von Houltz (Holtzem)für 50 Malter Weizen und 50 Malter Roggen, zugleich mit dem Zehn-ten zu Schallenrode °) für 5 Malter und die Mühle zu Merrich o) für 10Malter Roggen. Unter denselben Bedingungen fand die Verpachtung1537 an Edmund von Asselt statt; 1548 an Heinrich Wolter für 60Malter Weizen, 80 Malter Roggen, 12 Malter Hafer, 12 MalterGerste; 1559 an denselben; 1577 an Emnnd von Asselt.
Der Pächter übte zugleich das Amt eines Schultheißen des Hofes.Als solcher mußte er ein Mal im Jahre ein Hammelsessen den Schöffengeben. Das Capitel von St. Georg gab ihm am Feste dieses Heiligensechs Ellen wollen Tuch zu seinem Oberrock oder „Tabbert". Wennder Vogt von Brühl die drei nngebotenen Gedinge besaß, erhielt er fünfSchillinge kölnisch.
Während des Heereszuges Karls des Kühnen wurden 1474 dieHofgebäude gänzlich zerstört. Wiederum waren die Gebäude am Endeder 1780er Jahre baufällig geworden. Dechant und Capitel von St.Georg machten deshalb mit dem Pächter Johann Georg Völlig 1789einen Vertrag, wonach derselbe für 3000 Rthlr. die sämmtlichen Hof-gebäude außer der Scheune neu zu bauen sich verpflichtete. An Pachtmußten damals jährlich entrichtet werden 44 Malter Weizen, 40 Mal-ter Gerste, 65 Malter Roggen, 2 Schweine von wenigstens 150 Pfund,15 Rthlr. speciell für die Wiesen und außerdem 5 Malter Roggen für
h Fahne, Geschichte der Geschlechter, I 4,— 0 Lac., Urk., 1 383. — 0 Alfter, hist.-gcograph. Lexicon. — ch Jin Besitze des Gutsbesitzers Herrn Dcgcnh. Komp. — 0 Sicheunten Weilerhof. — ") Vergl. Pfarre Brühl-Kierberg.