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Geschichte der Pfarreien des Dekanates Brühl
Entstehung
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15. Meschenich.

Das Psarrdorf Meschenich mit 104 Wohnhäusern und 574 katho-lischen Einwohnern, zur Bürgermeisterei Rondvrf gehörig, liegt an derKöln-Brühl-Trierer Heerstraße, von Köln 5, von Brühl 2 Kilometerentfernt. Zu Brühl befindet sich das nächste Postamt; die nächste

Eisenbahnstation in Kalscheuren, circa 1?/s Kilometer entlegen. Die Be-wohner der Pfarre, zu welcher außer Meschenich noch die Güter Neuen-geldorferhos mit l3, Altengeldorserhof mit 14, Langenackerhof mit 8,Neuenhof mit 14 Seelen gehören, beschäftigen sich theils mit Ackerbau,theils finden sie lohnenden Verdienst in den Fabriken zu Brühl, Bayen-thal und in der manchfaltigsten Weise in Köln.

Meschenich, 1166 Meschingen, seit 1285 Meschenichs, liegt amwestlichen Ufer eines uralten, jetzt längst trockenen Seitenarmes des

Rheines. Demselben entlang zog sich eine von Köln rheinaufwärts

führende Römerstraße durch den Ort^). Daß die Römer sich hier an-

gesiedelt hatten, bezeugen mehrfache Ausgrabungen; so zwei in den1820er Jahren auf dem Kirchhof zu Tage geförderte, unverkennbarrömische Steinsärge; ferner ein 1862 an demselben Orte gefundenerGrabstein, jetzt im Provincial-Museum zu Bonn, mit der Inschrift:

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d. i. Oobortis Osrinanlao Uias blclslisVorns VtzlariuZ^inions kHlonckurn Ouravit

Der Anfang der Inschrift fehlt; er enthielt unzweifelhaft den Nameneines Verstorbenen, dessen Andenken sie geweiht ist.

y Lac., Urk., I 418 u. II 802. — Pick, Monatsschrift f. d. Gesch. Westdeutsch-lands, VII. Bd.: „Schneider, Römerstraßen in der Umgebung von Köln". — y So

Professor Klein in den Bonner Jahrb., VXXVIII 137.