Kendenich.
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stark verwickelt gewesen zu sein. Am 2. August 1370 fragt die StadtKöln bei ihm an, ob er dem Burggrafen von Odenkirchen gegen dieStadt beistehe ^). Heinrich stellte sich wirklich auf Seite der Feindeder Stadt. Burggraf Gerhard zog gegen den Helfer der Stadt, VogtGumprecht von Alpen, zu Felde und mit ihm Heinrich von Kendenich,Goswin von Bachem, Wilhelm von Rondvrf, Gottfried von Gleuel undHeinrich von der Horst ^). Am 30. Juli 1371 wurde Friede geschlossen.Ein naher Verwandter von ihm war Ritter Johann Scherffgin, Scheffenin Köln, der Jda von Kendenich zur Gemahlin hatte °). Er war be-theiligt an dem Anschläge der Gebrüder von Ocffte gegen die Stadt,1375, vermochte aber, nachdem derselbe vereitelt war, über die Stadt-mauer zu entfliehen und nach Kendenich zu entkommen. Der Rath vonKöln ging nun schonungslos gegen ihn und seine Güter vor. KölnischeTruppen nahmen zu Kendenich 14 Pferde, einen Karren und die Ge-schirre für die 14 Pferde. Auch übten sie große Gewaltthätigkeiten inder Kirche aus, wo Scherffgin sich scheint verborgen gehalten zu habench.— Im Jahre 1388 wurde Heinrich von Kentenich Bürge für seineAnverwandten Konrad von Holtorp und Christina Bircklin, dessen Ge-mahlin, als diese dem Domcapitel von Köln ihren Hof zu Walberbergverkauften ^). — Am 18. August 1396 sühnt sich die Stadt Köln mitHeinrich und Wynmar von Kendenich °). — Am 1. October 1399 fordertihn die Stadt auf, Boten zu Verhandlungen mit Heinrich Mute zusenden ^). — Am 2. August desselben Jahres verspricht die Stadt,genannte Bürger wegen ihrer Bürgschaft bei Heinrich von Kentenichschadlos zu halten ^).
Friedrich und Heinrich von Kentenich erkannten 1396 den Erz-bischof von Köln (Friedrich III. Graf von Saarwerdcu) als ihren Lehns-herrn an °).
Weitere Nachricht gibt der erste Lehnbrief aus demselben Jahre(1396), des nächsten Sonntags nach Andreastag, worin Heinrich vonKentenich und Agnes seine Hausfrau bekennen, daß ihnen der verlebteKurfürst Wilhelm (von Gennep 1349 —1362) aus besonderer Gnadeund treuer Dienste wegen „ein Burglehn von drei Fudern Wein zu demBruele jairlix upzuheveu bewyßt (angewiesen) habe," jedoch so, daß eroder seine Nachkommen im Erzstift diese drei Fuder mit 300 guten,schweren Gulden ablösen könnten. Als nun des Erzbischofs Nachfolger
0 Höhlbaum, Mitthcilungcn, I 73. — 2 ) Enncn, Geschichte der Stadt Köln, II657. — 0 Fahne, Geschichte der kölnischen Geschlechter, siehe Scherffgin. — 0 Ennen,Gesch. der Stadt Köln, II 739. — ") Lac., Urk., III 934. — °) Höhlbaum, I. o., IV53. — h idiä. IV 97. — °) ilüä. IV 97. — von Mering, Geschichte der Burgen,auf Alstersche Handschriften sich berufend.
Pfarreien <VI. LriiW.
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