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Geschichte der Pfarreien des Dekanates Brühl
Entstehung
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12. Immcndorf.

Die Pfarre erstreckt sich in einer Längenansdehnung von fast siebenKilometer von dem Bischofswege vor dem Severinsthore zu Köln bis zumRheine bei Godorf. Sie besteht jetzt Jmmendorf mit 329, GiesendorferHöfe mit 18, Godorf mit 424, Rondorf mit 623, Höningen mit 81,Neuenhof mit 12, Hochkirchen mit 20, Raderthal mit 437, Raderbergmit 185, Arnoldshöhe mit 107, Mannsfeld mit 57, Zollstock mit 77,also im Ganzen mit 2370 katholischen Einwohnern, neben 37 Akatholiken.

Alle diese Ortschaften gehören zur Bürgermeisterei Rondorf undzum Amtsgerichtsbezirk Köln. Fast der ganze Pfarrsprengel liegtzwischen den beiden Straßen, welche vor dem Severinsthore in Kölnabzweigen, und von denen die eine über Wesseling und Bonn nachKoblenz *), die andere über Brühl nach Trier führt. — Der Erwerbs-zweig der Bewohner ist durchgehends Ackerwirthschaft; jedoch ist seit demEntstehen der großen Fabrik-Etablissements auch die Fabrikarbeiter-Bevölkerung, namentlich in den neu entstandenen Ortschaften in der NäheKöln's stark vertreten. — Die Pfarre gehörte zu dem ehemaligen kur-kölnischen Amte Brühl. Die Dörfer und Höfe des alten Pfarrsprengelswerden schon in sehr alten Urkunden genannt.

- Das Kirchdorf Zmmcndorf

heißt in dem unten näher anzuführenden Diplom des Erzbischofs Wik-frid von Köln vom Jahre 948 Jminethorp. Der Name scheint dieLage dieses Kirchdorfes in der Mitte zwischen den andern Hauptortendes Pfarrsprengels auzudeuten. Es liegt auf dem schon erwähnten, so-

0 Diese alte römische Straße kommt vor in einem Diplom von 1215, Ivo sie ge-nannt wird strata xublioa (Unnrsstraös). Sie wurde 1727 von Kurfürst ClemensAugust ausgebcssert und an beiden Seiten mit Ulmen bepflanzt. Die schöne Allee wurdejedoch nach Ankunft der Franzosen 1794 zerstört.