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Hürth.
In letzterm Jahre erwarb die Kirchen-Verwaltung von der Civil-gemeinde 72 Rnthen Gartenland nebst anschießenden, ehemals zur Burggehörigen Oekonomiegebäuden zum Preise von 500 Thlr. Aus dem altenHolze und an Stelle der letztem errichtete man ein Vicariehans mitFachwcrk, das wegen des schlechten Materials schon bedeutende Repara-turen erfordert hat.
Als Vicar fungirt seit dem 12. September 1865:
Adam Hubert Rath, geboren zu Schelsen, Pfarre Giesenkirchen,am 15. Februar 1841, Priester 4. September 1865.
Die Msterllelle
ist dotirt mit einer Parzelle Ackerland von 3 Morgen 153 Rnthen.Nach einem alten Register der Offermannsrenten vom Jahre 1491 erhielter auch 54 Roggengarben und 3^2 Malter und 3 Sester Roggen undden theils ganzen, theils halben Zehnten von etwa 40 Morgen. DieKüsterstelle ist nachweislich schon seit 200 Jahren in einer Familie; von1685 bis 1715 Johannes Müller. Ihm folgte Peter Müller, der, im50. Jahre Küster, am 27. Februar 1765 starb; dann Johann Müller,gestorben 1787 den 7. September; sein Sohn Peter Müller, gestorben1796 den 5. Januar; dessen Bruder Jacob Müller, gestorben 1811;der zweite Bruder Balduin Müller von 1811 bis zu seinem Tode den31. October 1861. Seitdem bekleidet die Stelle Dionysius Müller.
Schulen.
Bis zur preußischen Herrschaft wurde seit Alters der Schulunterrichtvom Küster, auch von einzelnen Chorsängern, namentlich während desWinters ertheilt. Seit 1820 fungirt ein besonderer Lehrer. Als Schul-local diente bis 1852 das alte Vicariehans am Sandberg, welches vonder Gemeinde für 23 Thlr. 17 Sgr. jährlich gemiethet war. In denJahren 1852—1853 wurde von der Gemeinde ein eigenes Schulgebäudemit einem Kostenaufwande von 11100 Mark errichtet. Als sich das Be-dürfniß von zwei weitern Klassen herausstellte, wurde 1880 ein neuesGebäude mit vier Schulsälen im Anschlüsse an das alte für 17 183 Markerbaut; während man im alten Schulhause zwei Schulsäle für 4568Mark zu Lehrer-Wohnungen einrichtete. Im Jahre 1823 stellte dieRegierung als Lehrer an: Gerhard Inden, der 1845 sein Amt gegenein Ruhegehalt von 50 Thlr. niederlegte. An die Stelle des Indentrat Johann Joseph Strack ans Obercassel bis 1848.