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Effern.
gegen altes Herkommen herangezogen würden; daher beschwerte sich dasCapitel beim Kurfürsten. Durch ein kurfürstliches Decret von 1702wurden nun der Großhof zu Effern sowie die Frohnhöfe zu Effern undFifchenich von der Stellung von Heerwagen für frei erklärt ^).
Von Efferen schrieb sich ein ehemals blühendes, jetzt ausgestor-benes Geschlecht, dessen Genealogie im Dunkeln liegt. Nach der obenmitgetheilten Ansicht des Gelenius war es römischen Ursprungs; nachAndern stammt es von den Overstolz ab, deren eine Linie sich Overstolzvon Efferen nannte ^). Es steht fest, daß die Overstolz noch bis Endedes 14. Jahrhunderts mit Gütern in Effern vom Stift St. Maria imCapitol belehnt waren; so 1339 Johannes, Sohn des verstorbenenJohannes Overstolz ^), 1347 Johannes Overstolz de Efferen, 1393Johannes cliettis Overstolz de Efferen. Seitdem verschwindet der NameOverstolz in Effern; die mit den unten aufgeführten Gütern daselbstbelehnten Personen werden nur „von Efferen" genannt. Daß diese abervon den Overstolz abstammen, beweist folgende Urkunde: 1390 schließenSander von Efferen und Adelheid seine Gattin einerseits und Frankovom Horue zu Lindlair und Behlen, seine Frau, Bürger zu Köln, ander-seits einen Erbkaufvertrag Z ab über eine Rente von dem Hofe desSander zu Effern. Es werden dabei als Bürgen genannt RitterArnold von Efferen und Gerard von Efferen. 1399 verpflichtet sich durchTransfixbrief Johann von Efferen seinem Schwager Franko statt des ver-storbenen Gerard von Efferen, den er seinen Oheim nennt. Ebenso tritt1399 Arnold von Efferen an die Stelle seines verstorbenen Vaters, desRitters Arnold. Alle, außer Franko, haben gesiegelt mit dem Over-stolz'schen Wappen, drei Turnirkragen im Schild und einem wachsendenElephanten auf dem Helm.
Von den von Efferen begegnet uns außer den Genannten Egydiusvon Efferen, Knappe und Zeuge des Daniel von Bachem, in einer Ur-kunde vom Jahre 1280 fl.
Im Sommer 1366 hatte der Herr von Hemmersbach den Land-frieden gebrochen. Die Stadt Köln sandte eine Schaar Soldknechte zur
fl Acten des Stifts St. Maria im Capitol zu Köln. — fl Fahne, Geschichte derkölnischen Geschlechter I 86.
fl Lehnbuch des Stifts St. Maria im Capitol: Itsin äolrunnss, ülin8 gnonäaniäotmnnis Ovsrstolr, rsoipit vrrrtsin in Ltbsrsn st rrnrrm nmnsmn tsrrus aradilis,äs gno Xl- inrrmtss non sotvnnt äsoiinnin, rsssrvato inutri nsnkrnotn st in usnstrutrnnr st sorornin ipsins äoirunnis.
fl Original-Pergamenturkunde mit Transfixbriefen und Siegeln im Archiv des StiftsSt. Maria im Capitol. — fl Lac., Urk., I 743. Nicht Daniel von Efferen, wie Fahneschreibt.