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Buschbcll.
Es bekundet 1163 Abt Wolbero von Pantaleon, daß der Priester-Werner und dessen Verwandte ein Gut zu Jchendorf erworben und demKloster Königsdorf geschenkt^);
1166 den 2. August Erzbischof Reinald von Köln, daß das KlosterKönigsdorf einen von dem Stift St. Maria in Capitol lehnrührigenZehnten bei Konraderhof erworben 2);
1178 Erzbischof Philipp von Köln, daß Ritter Reimar von Kerpenein Haus mit Hof und 60 Morgen Land daselbst dem Kloster Königs-dorf geschenkt Habens.
1181 bekundet derselbe Erzbischof die Schenkung eines Gutes zuJchendorf an das Kloster Z.
1310 den 15. Juli geben Meisterin Mathildis und der Conventdes Klosters Königsdorf mit Genehmigung des Abtes Gottfried von St.Pantaleon dem Gerhard Brumbth und seiner Frau Aleidis ein Hausbeim Kloster der weißen Frauen in Erbpacht^).
Gemäß der kurkölnischen Landes-Description von 1669 besaß dasKloster im Kurfürstenthum folgende Güter mit den angegebenen Er-trägen: Zu Kenten, Amt Lechenich, 31 Morgen Benden aä 40 Thaler.In der Herrlichkeit Bedburg zu Büstorf an Land 42 Morgen, thut proMorgen ein halb Malter Korn. Im Amte Bonn zu Duisdorf dreiMorgen Weingarten, jeder zu 90 Thaler; Land 5 Morgen aä ein halbMalter Roggen; Haus und Hof aä 31 Thaler. Im Amte Brühl PfarreFischenisch ein Hof, genannt Konrad, mit 320 Morgen, thut 36 MalterKorn, 10 Malter Weizen, 10 Malter Gerste. Zu Königsdorf am Kloster150 Morgen gutes Land, jeder aä ein halb Malter; Buschland 165 Morgen,jeder aä ein Faß Korn. In der Herrschaft Brauweiler 14 MorgenLand, thun Pacht sieben Malter Korn; Weingarten ein Viertel. Außer-dem besaß das Kloster den Hof Hücheln, Pfarre Frechen, und in derStadt Köln den Königsdorfer Hof bei St. Reinold, Marsilstein Nr. 2,der als Zufluchtsort in Kriegszeiten diente.
Nach der Säcularisation von 1802 wurde das Kloster nebst seinenGütern verkauft, die Klosterkirche abgebrochen und an ihrer Stelle einOekonomie-Gebäude errichtet. Erster Ankäufer war der französische GeneralGorgon. Später gelangten die Klostergebäude und Pertinentien in denBesitz des Grafen von Fürstenberg-Heiligenhofen.
In der ehemaligen Klosterkirche würde als kostbare Reliquie einDorn ans der Dornenkrone des Erlösers verehrt. Erzbischof Theodorichvon Mörs brachte von seinem Hussitenzuge nach Böhmen deren drei mit,
') Lac., Urk., I 405. — -) Lac., 1. v. IV 630. — h Lac., Urk., I 466.0 id. I 480. — 5) Höhlbaum, Mittheilungen, V 10.