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Bujchbell.
des Hauptpatrons, darstellend. Die Wände der Kirche sind geziert miteinem aus Eichenholz geschnitzten Kreuzweg von Joseph Fink aus Köln.
Wegen des Cnlturkampfes verzögerte sich die Pfarrerhebung umweitere zehn Jahre. Jetzt, nach Neubesetzung des erzbischöflichen Stuhles,liegt kein Hindcrniß mehr vor, und wird die Trennung Königsdorfs vonder alten Mutterkirche wohl baldigst zur Thatsache werden.
Schule ;u Königsdorf.
Bis zum Jahre 1839 besuchten die Kinder von Königsdorf dieSchule im Pfarrorte Buschbell. Im genannten Jahre erhielt Königsdorseine eigene Schule, die jetzt zwei Klassen hat. Der Lehrer heißt AloisMeyer, die Lehrerin Eva Henke.
Kloster Königsdorf ^).
Als Karl der Große 775 von einer zu Düren abgehaltenen Landes-Versammlung zurückkehrte,, faßte er den Entschluß, in der Nähe seinesSchlosses zu Königshof ein Beuedictinerinnen-Kloster zu errichten. Das-selbe wurde dem h. Pantaleon H, die dabei erbaute Kirche der h. Jung-frau Maria geweiht. Das Kloster, reichlich dotirt und mit vielen Pri-vilegien ausgestattet, erhielt den Namen Königshof, den es auch in altenDiplomen führt. 881 wurde es durch die Normannen zerstört, welchedie Nonnen mit allen Bewohnern ermordeten.
Ein halbes Jahrhundert blieb es Ruine, dis Giselbert, Herzog vonLothringen und Graf von Zütphen mit seiner Gemahlin Gerberga,Tochter Königs Heinrich, 935 es nebst einer neuen Kirche wieder er-richtete und von neuem dotirte. Papst Leo VII. und Kaiser Otto derGroße bestätigten die Dotation und gaben viele Privilegien. Giselbertund Gerberga versetzten 14 Benedictinerinnen aus dem Kloster, später»Stift St. Maria im Capitol zu Köln, dorthin und bestimmten zur Ab-tissin ihre Nichte, Religiöse desselben Klosters, eine geborene Gräfin vonZütphen. Die Zahl der Klosterfrauen minderte sich später so, daß Erz-bischof Bruno sich veranlaßt sah, die Nonnen aus dem Kloster von St.Matthäus im Graben zu Köln, später» Collegiatstift St. Andreas, dort-hin zu verpflanzen.
Im Jahre 1033 starben alle Nonnen von Königshof, von nun anKönigsdorf (Kuningesthorp) genannt, in zwei Monaten, wahrscheinlichan der Pest. Das veranlaßte den Erzbischof, Pfalzgrafen Hermann, dahin