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Buschbell.
zustellen. Daneben setzte auch das Capitel einen Förster an zum Schutzeseiner Waldung, der „Vorst" genannt.
Auf einem Gute neben der Kirche, „Schuyrmannsgut" genannt, mußtendie Herren von St. Aposteln einen Stock (Gefängniß) und Fesseln unter-halten zur Aufbewahrung von Missethätern bis zum dritten Tage; als-dann hatte der Vogt für deren Aburtheilung zu sorgen. Auf demselbenHofe wurde auch das Geding gehalten. Wegen dieser Last war dasGut frei, wie andere Freigüter.
Die Herren von St. Aposteln mußten auf ihrem „Zehnthof" für dieBelehnten und Nachbaren das Faselvieh halten. In ihrem Walde„Vorst" hatten Letztere das Recht, zu eckern (d. h. zur Zeit der Eichel-mast ihre Schweine in den Wald zu treiben), ferner Holz zu hauen, soviel sie für ihre Bauten bedurften, und die Kühe zur Weide dorthin zutreiben. Ebenso durften sie auf des Capitels Aeckern Lehm graben. Wennetwa im Winter Futtermangel eintrat, konnten die Nachbaren auf denHof des Capitels ihr Vieh treiben und demselben die „Urtzen" geben.„Sollte der Halfmann wunderlich sein und das nicht gestatten, so sollendie Nachbarn gähn, dar des Halffmanns Pferde stahn, und nemen dieUrtzen zwischen den Pferden, undt werffen die auf die Mist."
Der Erbvogt hatte jährlich aus des Capitels Ei gen th um undLehngütern 41 Malter Korn an dasselbe zu liefern. Zur Zeit derKämpfe mit Erzbischof Ruprecht zogen 1474 die kölnischen Soldtruppenans und nahmen das Haus Bell. Wahrscheinlich ist dasselbe in diesemKriege zerstört worden *).
Der Zehnte der Pfarre war bereits vor dem Jahre 1250 vondem Apostelstift als Lehen vergeben worden. Durch Urkunde vom März1250 genehmigte Erzbischof Konrad auf Antrag des Propstes Heinrich,des Dekans Dietrich und des Capitels von St. Aposteln einerseits, desRitters Eberhard von Bell und seiner Frau Hildegard anderseits denVerkauf des Zehnten zu Buschbell und Königsdorf an das Stift für135 Mark 2). — 1251, December, traten Reimar von Bell und seineFrau Elisabeth gegen eine Abfindung von 42 Mark ihr Eigenthum von20^/4 Morgen und den Zehnten von 18 Morgen an das Apostelstift ab^).— Vor dem Jahre 1417 führte der Pastor von Bell, Johannes de Monte,einen Proceß gegen das St. Apostelstift, indem er den Zehnten von allenFrüchten der ganzen Pfarre beanspruchte. Er siegte in drei Instanzen,auch beim apostolischen Stuhle, indem das Stift zur Rückgabe der Früchteund in die Kosten verurtheilt wurde. Trotzdem kam im Jahre 1417
h Enncn, Gcsch. der Stadt Köln, III 525. — 0 Archiv der Apostelk., kol. 10 Nro..28. — 0 1. o. toi. 95 Nro. 27.