IN die Weltweisheit einzuführen. I. Abschn. 29
Größen, vor welchen das — steht, negative Größen zu nennen,wobei man gleichwohl nicht aus der Acht lassen muß, daß dieseBenennung nicht eine besondere Art Dinge ihrer inneren Beschaf-fenheit nach, sondern dieses Gegenvcrhältniß anzeige, mit gewissenanderen Dingen, die durch -j- bezeichnet werden, in einer Entge-gensetzung zusammengcnommen zu werden.
Damit wir aus diesem Begriffe dasjenige, was eigentlich derGegenstand für die Philosophie ist, herausnehmen, ohne besondersauf die Größe zu sehen, so bemerken wir zuerst, daß in ihm dieEntgegensetzung enthalten sei, welche wir oben die reale genannthaben. Es seien -st 8 Capitalien, — 8 Passivschulden, so wider-spricht cs sich nicht, daß beide einer Person zukommen. Indessenhebt die eine ein Gleiches aus, das durch die andere gesetzt war,und die Folge ist Zero. Ich werde demnach die Schulden negativeCapitalien nennen. Hierunter aber werde ich nicht verstehen, daßsie Negationen oder blose Verneinungen von Capitalien wären;denn alsdenn hätten sie selber zum Zeichen das Zero, und diesesCapital und Schulden zusammen würden den Werth des Besitzesgeben 8 -j- 0 — 8, welches falsch ist; sondern daß die Schuldenpositive Gründe der Verminderung der Capitalien seien. Da nundiese ganze Benennung jederzeit nur das Verhältniß gewisser Dingegegen einander anzeigt, ohne welches dieser Begriff sogleich aufhört,so würde es ungereimt sein, darum eine besondere Art von Dingensich zu gedenken und sie negative Dinge zu nennen; denn selbst derAusdruck der Mathematiker der negativen Größen ist nicht genaugenug. Denn negative Dinge würden überhaupt Verneinungen(nexstiones) bedeuten, welches aber gar nicht der Begriff ist, denwir festsetzen wollen. Es ist vielmehr genug, daß wir die Gcgen-»erhältnissc schon erklärt haben, die diesen ganzen Begriff ausmachenund die in der Rcalopposition bestehen. Um indessen sogleich indm Ausdrücken zu erkennen zu geben, daß das Eine der Entgegen-gesetzten nicht das contradictorische Gegcntheil des Anderen und, wenndieses etwas Positives ist, daß jenes nicht eine blose Verneinungdesselben sei, sondern, wie wir bald sehen werden, als etwas Be-