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Begriff sich dem Papst in Avignon vorzustellen und ihn um Mitgabevon 50 Brüdern als Prediger zu Billen, erkrankte und am I 4. Jan.1331 in Udine starb. Ei' hinterliess eine kurze Reisebeschreibung,die sicli an Werth freilich nicht mit den früheren messen kann, aucheiniges geradezu Bedenkliche enthalt, doch aber durchaus ehrlichgemeint zu sein scheint. Sie ist seil 1513 wiederholt herausgegebenworden, zuletzt, aber immer noch nicht in abschliessender Weise, inUebersetzung und nach verschiedenen lledactionen von Yule, Ca-thay etc., welches Werk den Oderich zum cigenllichen Mitlelpunctehat. Die Ueberlieferung ist sehr verwickelt, Oderich selber scheintseinen Bericht nicht niedergeschrieben zu haben; ich verweise in Be-treff dieser Fragen auf letztgenanntes Werk.
Nachdem er erzählt, dass er in Cambalec drei Jahre gewesensei, schildert er seine Rückreise (Cap. 20): Ile hoc imperio Chalagrecedens versus (Iceidenlem quinquaginla dielis transeundo per mullasei-vitales et terms veni versus terram Prclezoan (andere 1 Iss.: Prelcsotm,Prelegoani, Pretegianni], de quo non est centesima pars eins quod quasipro cerlo de ipso d-icitur [andere llss.: sieul olim dicilur fuisse]. Einseirilas principalis Tozan [andere llss.: Cosan, Ehosan] voealar , ipiaesola de melioribus est in- terra , mullas et sub se habet civitates. Sedsernper pro paclo accipil in uxorem /iliani magni Eanis. Deinde per■mullas dielas veni ad provinciam , quae Kansan ^andere llss.: Kasan,
Kasan, Eonsan) vocalur . Ile hae recedens veni ad unuin niagnuni
regnum, nomine Thibei, quod ipsi Indiae contiguurn est et subieelum estmagno Cani. Darnach wäre das Land zwischen Peking und Kant-scheu (oder auch südlicher, Kansu) zu suchen, etwa um Bildjuchai'ungefähr 127° östlich von Ferro, 41° nördl. Breite). Es ist nichtzu bezweifeln, dass hier dasselbe Land gemeint ist, von dessen christ-lichen Bewohnern und christlichem Herrscher Georg schon MarcoPolo und Johannes de Monte Corvino berichteten, obwohl die Zahl derTagereisen (20 bei Job., 50 bei Od.) nicht stimmt. Wenn auch Oderichhier das Reich des Priesters Johannes vermuthete, so kann dies einneuer Beweis sein, dass die Christen jener Gegenden wirklich dieseAnnahme hegten, seine Ansicht kann aber auch direct von Johannesde Monte Corvino beeinllussl sein, den Oderich natürlich kennengelernt hatte. — Zu beachten ist, dass die französische UebersetzungOderich s dem Lande des Priesters Johannes den Namen Penlhexoire