Oku Piuester Johannes.
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der fahrt ins Heilige Land, Jean Sire de Joinvillc, zwischen denJahren 1304—1309 verfasste.
Joinville’s Werk ist eines der bestgeschriebenen der alleren fran-zösischen Litteratur, auch die Eigenschaften eines classischen Zeugenbesass er als vorneinner Reichsbeamter, der als Augenzeuge in nächsterNähe des Königs alle Ereignisse milerlebt hatte. Aber es warenmittlerweile nahezu 50 Jahre verflossen und Joinville war ein alter■Mann geworden. So können uns weder einzelne Fehler auffallen,wie, wenn er § 132 die Gesandtschaft direct vom Gross-Khan aus-gehen lässt, oder § 490 nicht beachtet, dass die Gesandten des KönigsLudwig den Khan gestorben fanden (wenn er dagegen § 134 den-selben noch nicht als Christen annimmt, sondern von dem Wunschdes Königs spricht, ihn zum Christenthum herüberzuziehen, so urlheilleer wohl nur nüchterner als der sanguinische Legat des Papstes), nochkann es uns auffallen, dass der ganze Bericht, den er uns giebl, sichnur im Allgemeinen hält, keine Namen nennt, das Rückschreiben desMongolenhofes (491 fg.) interpolirt u. s. w. Das Eine aber ersiehtman doch noch ausreichend aus seiner Darstellung, dass Andreasund seine Genossen, was sie vom Priester Johannes erzählten, durch-aus nur der abendländischen Auffassung entnahmen. Ihr Bericht istNichts weiter als die schon bei Alberich hervortretende Annahme, dassdie Tartaren das Joch des Priesters Johannes abgestossen hätten.Wenn er daneben als ihren Oberherrn auch noch den empereour deParse nennt, so mag hierauf vielleicht der rex Persarum der Relationicht ohne einigen Einfluss gewesen sein; und wenn er dann einengrossen Theil der Mongolen Christen werden lässt, so könnte auchdies wie eine Annäherung an den christlichen König David aus-selien, aber dieser Zug ergiebt sich ausreichend aus der Gedanken-richtung jener Zeit, in der die Gesandtschaft statt fand, und die 'Vi-sion, die die Bekehrung einleitet, verrälh den mönchischen Erzähler,dessen Bericht uns auch noch sonst erhalten ist. Wenn aus demfiliiis presbijieri Iohannis wieder der prcsbijler lohannes selbst gewordenist, so entspricht dies dem Zuge der Sage nach Vereinfachung, denwir schon sonst beobachtet haben.
leb lasse nun die betreffende Stelle aus Joinville nach der Aus-gabe von Natalis de Wailly (2. Aull. Paris 1874) folgen:
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