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2 (1876) Enthaltend Capitel IV, V und VI
Entstehung
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Fiuicmticii Zaknckk,

liiezu den der Sprache mächtigen und bereits viel in Asien gewan-derten Dominicaner Andreas vou Lonjumeau nebst einigen anderenBrüdern. Einige, und mit ihnen Andreas, sollten direct zum Khan,andere mit den mongolischen Gesandten zu llschigatai. Am 25. Januar1249 hatten die Gesandten ihre Abschiedsaudienz, und am 27. Januarverliessen sie Nicosia, um sich einzuschiffen.

Obwohl wir durch Vincenz (32, 94) wissen, dass Andreas schonbald nachher einen Bericht über seine Beise eingesandt hatte, von demder König sich beeilte nach Frankreich zu melden, so ist doch überseine Reise Nichts direct aut uns gekommen. Wir wissen aus verschie-denen Quellen (am besten zusammengestellt bei Quetif und Echard,Scr. ord. Praed. I, 140; doch vgl. auch Raynald, Annales ecclesiaslici,a. 1248, Nr. 39), dass er ein Jahr auf dem Hinwege verbrachte und,als er dann in Caracorum ankam, den Khan Kuiuc gestorben fand.Dessen Wittwe nahm ihn nicht unfreundlich auf, aber er musstedoch in der Hauptsache unverrichteter Dinge wieder zurückkehren;die Gesandtschaft mit ihren Geschenken war olfenbar als ein derMacht der Mongolen geschuldeter Tribut aufgefasst worden. Joinvillehat uns einen Theil der Rückantwort erhalten (s. u.), die zu jenerAuffassung durchaus stimmt. Andreas traf 1251 in Caesarea wiederbei Ludwig ein, als dieser eben aus der Gefangenschaft befreit war, undverstimmte den König nicht wenig durch den Misserfolg seiner Fahrt.Am Hofe des Königs blieb Andreas noch bis zum Jahre 1253, dennals in diesem Jahre der Franziscaner Guiliehnus de Rubruquis (Ruys-broek) zu einer zweiten Gesandtschaft an den Khan abgeschickt wurde,war Andreas es, der ihn über die Verhältnisse am mongolischen Hofeorientirte, was Ruysbroek wiederholt dankbar erwähnt.

Aus Vincenz ging die Erzählung von der Mongolengesandtschaftnicht nur über in die Gesta J-iudovici IX des Guilielmus deNangiaco, der erst nach 1301 schrieb, d. h. einfach compilirte,sondern auch in die Annales Sancti Rudberti Salisburgenses,die zuerst bis 1277, später bis 1280 fortgesetzt wurden. Vgl. Mon.Germ. hist. Scr. IX, 790, 45 fg.

Jene gleichzeitigen, freilich sehr kurzen Berichte von der Ge-sandtschaft des Andreas erwähnen des Priesters Johannes in keinerWeise. Dennoch muss Andreas auch von ihm erzählt haben. Das er-sehen wii aus der Hisloire de Saint Louis, die Ludwigs Begleiter auf