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Friedrich Zarncke,
sein (in hoc epistola non es! intenlio noslra nisi iitililas Christiunitotis).Es beglaubigte dann die Gesandten und hob nocli besonders hervor,dass alle Christen einander gleich gälten; so sei es bei ihnen undso, bille man, möge es der König auch hallen. Datirt war das Schrei-ben in /ine Muhormni , das wäre etwa Ende .Mai 1248.
An dies Schreiben schlossen sich nun die mündlichen Ausein-andersetzungen. tlschigalai habe in Absicht, im nächsten Jahre denChalifen von Bagdad anzugreifen, der König möge dann den Sultanvon Aegypten seinerseits mit Krieg überziehen. An sich hätte eineUnterhandlung hierüber wohl nicht fern gelegen, denn die Interessender Christen und Mongolen waren hier entschieden gemeinsame, abergegen die sonstige Politik der Mongolen versliess ein solches Ver-fahren durchaus. Es liegt weil näher, in den Gesandten Spione zuvernmlhen, die, unter dem Deckmantel gern gehörter Nachrichten,die Christen nur aushorchen wollten'}. Was sie noch weiter mil-lheilten, zeigt, wie schlau sie den Christen nach dem Munde redeten,wie klug sie auf ihre Gedankenrichtungen einzugehen verstanden. Dieweite Ausbreitung, die das Christenthum unter ihnen bereits erlangthabe, ward besonders betont, llschigatai sei schon seit mehrerenJahren Christ; der Sultan von Ninive sei den Christen sehr gewogenund erwarte nur Zeit und Gelegenheit, um sich öffentlich zum Christen-tlnim zu bekennen; sie, die Boten, seien schon von ihren Eltern herChristen, der Name des Papstes stehe bei ihnen im höchsten Ansehenund llschigatai w'olle besonders deshalb gegen Bagdad ziehen, umdas den Christen zugefügte Unrecht zu rächen. Das Alles waren,sieht man, offenbare Lügen.
Bei der Verbreitung des Christenthums Hessen die Gesandtendie christlichen Mutter eine grosse Rolle spielen. So sollte derSultan von Ninive eine Christin zur Mutier haben. Einen Haupt-trumpf aber spielten sie aus, als sie von der Bekehrung des Khansselber sprachen: Dixerunl elium mmtii , quod isle, qui nunc agil insceptris , hiokai ( Ktiink , Guiuk) nomine , malrem liabuil chrislianom ,ftliam reg in, qui vocolur presbglcr Johannes, et ad exhorlalioneni
') Wie sehr es den Mongolen hierum zu thun war, erzählt Simon von Sl. Quentinbei Vmcenz 31, 41. — Auch die geheimnissvolle Gesandtschaft, die kurz vorheran den Papst gelangt war, von der uns Matth. Paris z. .1. 12 48 berichtet ÖieiWats S. 754), hatte schwerlich einen anderen Zweck.