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2 (1876) Enthaltend Capitel IV, V und VI
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FlUIäDlIICII Zakncke,

also unsere Relatio einen Irrlhum und ein uorspov :ipd~spov begangen, indemsie den Kampf um Gliazna als ein selbstständiges Ereigniss behandelt, eineneigenen rex Persarum in Ghazna elablirl und die Einnahme dieses Landesfrüher erzählt als den Ausbruch der Feindschaft zwischen Dschingiskhan unddem Chowarezmschah. Im Februar 1321 musste Dschelaleddin aus Ghazna[liehen. Erst seit 1225 gelang es ihm wieder zu Macht und Ansehen zu ge-langen, ja sogar das westliche Persien noch einmal in seinen Besitz zu bringen.

Interessant ist was unsere Relatio von der Bltlthe der Sufis in Ghaznaberichtet, dass sie dort 600 Funduks hätten, ausser welchen noch 500 Mo-scheen und ebensoviel Schulen sich dort fänden. So viel ich weiss ist unsetwas Aehnliches sonst nicht berichtet, aber es stimmt durchaus zur Wahr-scheinlichkeit. Die Sufis waren eine besonders über das östliche Persien undIndien sich verbreitende Secte, und so war in Ghazna für sie ein natürlicherMitlelpunct gegeben. (Vgl. Dozy, llel Islamisme, 1863, S. 200). Von derreligiös-orthodoxen Richtung in der Stadt erzählt noch Sultan Baber (geb. 1483,vgl. Ritter 8, 142).

Zu § 3246.

Mit dem Kampf gegen den Chowarezmschah treten wir in grössere geschicht-liche Helle. Durch die Besiegung des Kutsclduk 1218 grenzte das Reich derMongolen an das Gebiet des Chowarezmschahs, der seit 1208 einen Theil vonTransoxanien in Besitz halle. Dieser, Alaeddin Muhammed, stand damals aufder Höhe seiner Triumphe. Nachdem Khorassan, Mazenderan, das PersischeErak, Adherbidjan und jener Theil von Transoxanien seinem Reiche einver-leibl war, halte er 1208 auch das Reich der Ghuriden erobert und 1215 dasvon Ghazna, das ein Sclave Tadge eddin Ildiz in seine Gewalt gebracht halle.Hier hatte er im Archiv Documente gefunden, die bewiesen, dass schon früherder Chalif von Bagdad Nassir Ledinallah den Theilfürslen Sehehabeddin vonGhazna gegen ihn aufgereizl habe. Er beschloss dies zu rächen, liess in einerVersammlung den Chalifen absetzen und einen neuen an seine Stelle ernennen.Dann machte er sich 1217 zu einem Kriegszuge gegen ihn auf, eroberte dasganze westliche Persien und stand im Begriff, auf Bagdad zu rücken, als aufder Höhe seines Glückes der Umschlag einlrat (Abulfeda 4, 283: e fastiyiogloriae ad extremam miseriam delurbatus fuit) ; zwischen llamadan und Bagdadnölhigte die strenge Winlerkälte ihn zur Umkehr. Er setzte Slatlhaller einund marschirle langsam nach Chowarezm zurück.

Doch war es nicht die Winlerkälte allein gewesen, die seinen Siegeszug,der bereits die Sultane von Syrien und Aegypten besorgt zu machen begann,unterbrach. Gerade um jene Zeit fochten die Mongolen mit Kutschluk vonKarakilai und der Krieg neigte sich zu ihren Gunsten. Die Besiegung desalten Bundesgenossen des Chowarezmschahs musste auch diesen in Mitleiden-schaft zu ziehen drohen, und so war seine Nähe gefordert. Abulfeda (Adler4, 263) sagt denn auch, wo er die Rückkehr Muhammcds erzählt: praesertimquum tpsi metus mcumberel, ne forte Turlari lerrilovium suinn absente se in-vaderenl. Die ühermülhigc Ermordung der Kaufleute in Olrar, auf den un-vorsichtigen Befehl Muhammeds hin, gab dann die Veranlassung zum Ausbruch