Friedrich Zarncke.
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in den Köpfen der Zeitgenossen lebende Anschauung von damals an,man machte den neuen vermeintlichen Bundesgenossen zu einem Nach-kommen jenes und nannte ihn David.
Die Enttäuschung war freilich diesmal noch sclimei zlichei als diefrühere. Hatte man sich damals nur in den aut den Erwarteten ge-setzten Hoffnungen getäuscht, so stand es jetzt schlimmer; denn dervermeintlich christliche Bundesgenosse war in Wirklichkeit kein An-derer als Dschingiskhan, der Führer der Mongolischen Horden, die imJahre 121» bis an die östliche Grenze des Chalifenreiches vorge-drungen waren.
Wie zu erwarten, war es besonders unser Jacob, der durch dieseMittheilungen in Exaltation versetzt wurde. Schienen sich doch seineschon vor vier Jahren gehegten, dann fast wieder aufgegebenen lloll-nungen so ganz plötzlich zu bestätigen. Und wenn wir auch nicht be-haupten dürfen, dass die Chrisfianisirung des Mongolcnfürsten alleinvon ihm ausgegangen sei, am wenigsten, dass er dabei nicht mitvollster bona Eides gehandelt habe, so werden wir doch wohl nichtirren, wenn wir ihm auf die Ausbeutung dieses Gerüchts einen ganzbesonderen Einfluss zuschreiben, und ihn auch nicht für unempfindlichdafür halten, dass er auf diese Weise ein gewissermassen ihm eigen-Ihtimliches Agitationsmittel in die Hände bekam, das auch ihm selbereine Folie zu gewähren im Stande war. Im Besitze eines ähnlichenihm eigentümlichen Mittels war der Cardinallegat Pelagius. Gleichnach der Eroberung Damiette’s war ein arabisches Buch mit Prophe-zeiungen aufgefunden worden, die den Kreuzfahrern einen glücklichenAusgang der damaligen Verlegenheiten zu versprechen schienen undaus denen der Cardinallegat einiges Schmeichelhafte für sich selbstglaubte herauslesen zu dürfen. Ei' sorgte für eine Uebersetzung undHir Verbreitung jener Prophezeiung. Sune post caplam Duiniuluni le-<)alus uposlolicae sedis recitari fecit in uuribus inulliludinis sumniutiincl inlcipiclulive librum urabiee scriptum , mit Prophezeiungen, quuruniquaedam iam evidenter uppurent eompletue , quuedum pendent de fuluro(Oliver, Histor. Damiatina cap. 33, bei Eccard, Corp. hist, ineil. aevi II,S. 1428;. In gleicher Weise behandelte nun der Bischof von Plolc-mais die christiamsirenden Gerüchte von dem Heranrücken der Mon-golen als seine Domaine. Er wurde in seiner Auffassung von diesennoch bestärkt durch eine Stelle in eben jenem geheimnissvollen Buche