In dem letzten meiner Programme tiher die Sage von dem PriesterJohannes (Nr. II, S. 28, Remmfiationsprogramm auf das Jahr 1874/75)habe ich die Absicht ausgesprochen, diesen Gegenstand in einem zu-sammenhängenden Werke zu bearbeiten. Als ich aber an die Aus-führung ging, wurde mir klar, dass ich mehr in Aussicht gestellt habe,als mir zu leisten möglich sein würde. Zunächst musste ich bald ein-sehen, dass bei der Menge der auf mir ruhenden Pflichten nur dieFerien, zumal die längeren im Herbste, mir Zeit zu einer zusammen-hängenden wissenschaftlichen Arbeit gewährten: ich sah, dass ein-zelne ausgearbeitele Partien ein volles Jahr in meinem Pulte liegenblieben, ehe ich zu ihrer Fortsetzung gelangen konnte, so dass ich dieVollendung des Ganzen auf eine gar nicht abzusehende Zeit hinaus-geschoben sah, während welcher das Ausgearbeitete ununterbrochender Gelähr ausgesetzt blieb, durch die Forschungen Anderer überflüssiggemacht zu werden. Dazu kam, dass ich immer mehr die Erfahrungmachte, wie unendlich viel an kleinen bisher noch unbeachteten No-tizen in unseren Handschriften verborgen sei, so dass es mir nahezu alsein eitles beginnen erschien, jetzt schon etwas Abschliessendes bietenzu wollen. Endlich halte ich von Anfang an nicht die Absicht, diefremden Nationallilteraturen herbeizuziehen, und doch hätten auch dieseeine erschöpfende Behandlung verlangt, wollte man die Sage als Ganzesdarslellen. Ich habe mich daher entschlossen, auch meine fernerenUntersuchungen als Beiträge erscheinen zu lassen, die nur einzelnePuncle möglichst abschliessend zu erledigen bemüht sein sollen.
Mit dieser Wiederauflösung meines Planes war auch gegeben,dass nun auf die Reihenfolge der behandelten Materien ein besonderesGewicht nicht mehr zu legen war; nur disponirle ich den Stoff ineinzelne Capilel, für die ich eine bestimmte Ordnung feststellte. DieseGapilel sollen sein: 1, Der Patriarch Johannes und der Priester Jo-hannes. II, Der Brief des Priesters Johannes. III, Der Brief des Papstes
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