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Urkunden zur Geschichte der Universität Tübingen aus den Jahren 1476 bis 1550
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Statuten cies Contubcrniums 1536.

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Insuper dedit eisdem plenam potestatem requirendi sub fideidebito tam bursarum famulos quam ceteros bursarum atque pe-dagogii scolares et baccalaureos , quociens necessitas aut utilitasexegerit ad dicendum et revelandum eisdem defectus regiminisbursarum et pedagogii. Sive tales defectus a rectore burse siveab eisdem conuentoribus rectore pedagogii vel resumptore com-mittantur aut commissi extiterint, quatenus buiusmodi defectusa superintendentibus emendari valeant.

11 .

STATUTEN DES 00NTUBEilEIUMS 153(5.

Die neue Organisation des Co nt uber ni ums* und des in demselbenbegriffenen Pädagogiums ist durchaus das Werk des Jo». Camerarius.Die Aenderungen, welche er einführt, sind abgesehen von der schon früherbeschlossenen Aufhebung der zwei Wege nicht erheblich, mögen abervon den Zeitgenossen höher angeschlagen worden sein. Offenbar lag ihrVerdienst in der Abschaffung einiger scholastischer Formen. Die Haupt-sache war aber, worauf des Herzogs Erlasse am meisten Gewicht legen,die Gewinnung der richtigen Männer für den neuen philologischen Unter-richt.

Camerarius hat jedoch nicht mehr Zeit gehabt das Erlöschen des altenGeistes abzuwarten und Jünger des neuen heranzubilden. Er verliessTübingen schon im Spätsommer 1541. Was der nächste Anlass seines AVeg-gangs gewesen sei, ist von ihm selbst nirgends ausdrücklich gesagt, wie erauch in seinem unten folgenden Abschiedsschreiben an Hector und Kathder Universität keinen Grund angibt, sondern sich nach der Sitte jenerZeit in allgemeinen schönen Redensarten bewegt. Die Senatsprotokolle desJahres fehlen, in denen wir die Erklärungen zu suchen hätten, auf welchedas Schreiben sich beruft. Ob dieselben übrigens, falls wir sie hätten, dassagten was wir zu erfahren wünschen, ist zweifelhaft; denn diese Proto-kolle pflegen eine magere und vorsichtige Zusammenfassung der Verhand-lungen zu sein. Am nächsten liegt die Vermuthung, dass zwei unangenehme

tem, quod destitutus per superintendentes officialis burse, etiam conuentor,sit in eligi bilis ad officium illud a quo destitutus est, quam diu super-intendentes vel maior pars eorum talem depositum habere volunt.

Similiter is qui depositus est, pro quo deposito scolares, ut reassumatur,contra voluntatem superintendentium laborant, ipso facto sit ineligibilis adomne bursale officium, f. 87.

* Schon in H. Ulrichs Ordnung vom 3. Nov. 1530 S. 190. 195 wird auf dio neuen Sta-tuten Bezug genommen.