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Urkunden zur Geschichte der Universität Tübingen aus den Jahren 1476 bis 1550
Entstehung
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BUIISiE

Die Bursen waren eine für die Universitäten des Mittelalterswesentliche Einrichtung, um nicht blos den Aufwand der Schülerzu mindern, sondern auch um den klerikalen und klösterlichenZuschnitt des Studiums zu wahren. Meist enthalten die U.Sta-tuten die Bestimmung', dass jeder Scholar einer Burse angehörenmüsse, und Ausnahmen werden möglichst beschränkt.

In die Burse trat schon der Knabe ein, um die Lateinschulederselben, in Tübingen das Pädagogium genannt, zu besuchen,und blieb bis er den Grad des Magister artium erlangthatte, von welchem aus zu dem Studium der drei oberen Facul-täten übergegangen wurde. Also erst mit etwas reiferen Jahrenund nach Erlangung des Grades, durch welchen er ein vollbe-rechtigtes Mitglied der Körperschaft geworden war, stand ihmfrei sich von jener Gemeinschaft zu trennen und sein Leben nachGutdünken eiuzurichte n.

Es lässt sich annehmen, dass der Aufenthalt in der Bursenach Absolvierung des Pädagogiums in der Kegel drei Jahre,das Fachstudium bis zu fünf Jahren in Anspruch nahm.

Die Artisten Facultät, welche die Bursen regierte, ihresämmtlichen Supposita in denselben beisammenhielt, das Ver-mögen verwaltete, welches von den Universitäten selbst oder vonmilder Hand diesen Anstalten zugewandt wurde, gewann dadurchjene Selbstständigkeit neben den übrigen Facultäten, die zuerstauf der Pariser Schule ausgebildet später auch auf den deutschenerstrebt wurde. Sie war dadurch für die sonstige Zurücksetzungin etwas entschädigt.

In Tübingen wurden zu Bursen kurz nach der GründungHäuser erworben und gebaut (s. S. 07) an dem Abhang zwischen