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Urkunden zur Geschichte der Universität Tübingen aus den Jahren 1476 bis 1550
Entstehung
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237
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42. Ulrichs Ordnung der Artisten, 20. Juli 1544. 237

das er vmb ain bestimpte Besoldung Euclidem zu lesen, auchArithmetices vnd Geometrie 1er den Jungen einzubilden.

Bo soll auch der iung Stipendiat von Nürnberg * 1 verordnetwerden, das er die M u s i c nach Ordnung vnd rath der Facultetlesen welle, damit die Jungen auch im singen geiebt vnd ge-braucht werden megen, Vnd wann er magister werden, Soll erauch von der facultet Rath sein vnd ime auch etwas zu Besol-dung geraicht werden,

Vnd damit diser vnser Ordnung steift' gelept, auch stracksnachgesetzt vnd die sach in rechten vffgang gebracht werd, Sosollen alle ernante Professores mit höchstem Vleiß iren Lectionenauch was zu nutz der Schul inen zuthun beuolhen , vorsein, an-derer Sachen sich nit beladen vnd allweg dahin trachten, das sieire Studia mit trewem ernst vnd lob vßrichten. Doch soll ainemyeden Magistro daneben vnbenomen sein, in den dryen obernFaculteten zu compliereu vnd zu studieren.

Uff das auch in künfftig zeit an statt deren, so abgen möch-ten, nit ongescliickte oder onerfarne solcher Künsten vnd sprachenMenner besteh vnd angeuomen werden möchten So soll allwegenvon der Artisten Facultet, wie dann die ietz bestimpt, an des oderder abgangnen statt ainer oder mer Cristenliclier gelert, der spra-chen erfaren vnd zu des abgangnen Lection tangenlich personenin oder usserthalb der Vniuersitet mit vleiß erneut werden, Vndwelche sie also ernennen oder erkiesen, der Vniuersitet Rath oderder obern faculteten Doctorn zubestettigen vnd zuconfirmiren,vndertheniglich fürbringen, Welche sie auch also anzunemen, mitehrlichen Besoldungen zuuersehen vnd zubestettigen verbundenvnd schuldig sein sollen.

Damit nun die art vnd aigenschafft in Leren vnd Lernen

Scheyble von Kirchheim u. T. inscr. 1535 mag. 1546, soll in Wien undLeipzig studiert haben. Verf. mehrer mathematischer Werke. Er hat inder Folge mit allerlei Unglück und Armuth zu kämpfen. Stirbt 1570.

1 Yon einem Nürnberger Musiker ist sonst nichts zu finden, wohl aberenthält die Matrikel der Artisten folgenden Eintrag. IV. cal. Maii 1546Joannes Krapner (nach der Inscr. aus Frontenhausen) receptus est adprofessionem Musices salario viginti florenorum, ut legat feriatis diebusJovis Sabbati et Solis, item temporibus vacationum, praecipue autem, utartis usum tradat et eius in templo edat specimina. Er steht noch 1559im Dienst.