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Urkunden zur Geschichte der Universität Tübingen aus den Jahren 1476 bis 1550
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31. Dc noctivagis 1524.

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schworne Stipendien der armen werden vndcrhalten, ancli alleder hailigen schritt vnd liebhabender künsten anliiinger oderscliüler, welches Stands oder würdin die seien, gangen nit aufdie gassen dan mit angethonen er mein.

Alle auch zumal durchaus sollen sich vor gethailten vnd ab-geschnittnen oder auch zerschuittnen bösen vnd wamrnas ent-halten, mit erlaubtnus hierin des geschikten gangs halber auf denkniewen die hosen zuöfnen. Dises sampt vnd sonders bei strafsiben Schilling, mit welicher ieder vbertretter beladen wurdet,doch ausgenemen freihern grauen vnd fürsten, welche sich irerwürdin nach der haubtgezier vnd beklaidung alten herkomensgebrauchen.

Verner so ainer gewer oder schwert zu seiner beschützungtragen wölte, das solle ainem ieden zugelassen sein. Dasselbigschwert aber seie zimlicher lengin vnd werde nit nach kriegsgebrauch oder landsknechtischen sitten hindersich gestürzt '. Soainer dise mas vbergieng, sol er die schwert vnd gewer, so erwider dis gebot anders mit tragen oder störtzen gebraucht, samptainem gülden, vermög der Statuten, verlieren.

Dass die Universität nicht blos für junge Leute eine Gelegenheit desMiissiggangs war, zeigt folgender Theil derselben Proclamation:

Sollen der vnmersitet Ordinarii, besonder die Rechtsgeleerten,vnd zierlicherer künsten Vorleser achtnemen, so etlich weeren,welche der künsten vnd leer nit anhengig oder die zuruckschlie-gen, welches geschlechts Stands oder würdin sie weeren, oneainich ausehung fürnemlich der Gaistlichen vnd znuorderistChorherren vnd Pfriendhaber diser Tübinger Kirchen, so auchanderer ort Pfrienden betten, mit deren einkomen vnd nutzungensie vnderm schein des studierens alhie erhalten wurden, sollichedurch den pedellen ermanet: so sie sich inner monants frist dielectionen der. facultet, deren sie anhengig vnd verpflicht emsigzuhoren nit vnderfiengen, sollen also mit der that von der vni-uersitet abgeuallen oder ausgeschlossen vnd selbiger freihait be-raubet sein.-Damit derselbig nit, zugleich ainem süchtigen

oder reidigen schaff, ain gesunde lierd vergifte, mit verzerungväterlicher hab vnd guter oder der Kirchen pfriend, nit allain

1 Siehe oben S. 107.