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Urkunden zur Geschichte der Universität Tübingen aus den Jahren 1476 bis 1550
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2;!. Anstellung des Jacob Lemp 1500.

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mögen, die selben zu behalten, die w i r auch m i tgnaden zu fürder u wol geneigt sind. Zudem sichtuns für gut nutz und frnchbar an, das wenig per-son und für ander giert und geschickt, die andernmögen lern, mit g u t e n S t i p e n d i a f u r s e h u n g haben,dann v i 1 personen, so n i t also g e s c h i g t, zu u n d er-halt e n.

Und wie es itzo uff der Realisten sj'ten gehalten, das hinfiiruft der modernen, so es zu dem fal kompt, der gestalt werdegehalten , und mocht für gantz gut by uns angesehen werden,das all weg zwen dapfler hocligelert und wolgeschickt Theologiedoctores für ander beriimpt und solichs gnad haben ander zulern, gehalten werden und denen bayden sovil gegeben, alb ietzovier haben sollen und das ir yder alle tag ain letzen oder ainstund resumiren were und sonst mit dem und disputieren fürsehenwie sich gebürt.

Das wollen von uns gnediger und guter maynung verstenund dar zu helffen und fördern, und mit D. Lempen wie obstetfiirgeen. Das alles wie oblut wir uns gentzlich zu euch unddhains abschlags versehen , dan es unser ernstlich mainung ist.Das wollen wir zu aller zyt gegen gemayner universitet mitgnaden erkennen. Datum Stuttgart Samstag nach BartholomeiA. D. 1509.

Liber conductionum im Univ. Archiv V, 13. J. L e m p aus Steinheimbei Marbach wird intituliert, am 2. Mai 1483, baccalaureus im folgendenDecember, Magister 1186, Decan der Artisten 1404. Tn der theologischenFacultät empfängt er insignia magistralia 7. Juli 1500 zugleich mit Jo-hannes Staupitz und ist lange Zeit der angesehenste unter den Tü-binger Theologen. Er stirbt am 2. April 1532, ohne eine literarische Lei-stung zu hinterlassen. Moser Vitse 45. Schnurrer Erl. 205. ITeyd, Ulrich1, 220. Melanchthon 23.

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